Spiel und Sport im Augustinum – Billard

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Jeder der schon mal eine Snooker-Übertragung auf Eurosport gesehen hat, kennt zumindest die Stimme des Reporters Rolf Kalb, aus dessen Buch „Billard verständlich gemacht: Pool, Karambolage, Snooker“ diese Aussage stammt.

Ein Billardtisch für Karambolage-Billard stand schon seit vielen Jahren im hiesigen Augustinum,  allerdings war dieser in einem Kellerraum, ohne Naturlicht und starken Teppichausdünstungen, wenig einladend. Nachdem sich immer mehr Bewohner diesem Spiel widmen wollten wurde der Ruf nach einem akzeptablen Raum lauter, und, er wurde erhört. Seit vier Jahren dürfen sich die Billard-Begeisterten in einem sehr schönen Zimmer tummeln.

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Unser Billardtisch

Die Eröffnungsstellung

Die Eröffnungsstellung

Zum Karambol-Billardspiel benötigt mensch einen Tisch, ein Queue (4 Queues stehen bereit), 3 Kugeln und einen bis drei Mitspieler. Bei drei Mitspielern werden zwei Mannschaften zu je 2 Spielern gebildet. Der Spieler, der das Spiel eröffnet beginnt mit der weißen Kugel, der Mitspieler spielt mit Gelb und bei drei Spielern nimmt der dritte die rote Kugel. Als ich damals bei den Spielern fragte ob ich mitspielen könnte wurde ich sofort in den Kreis aufgenommen. Ich, der ich in meinem Leben erst zweimal ein Queue in der Hand hatte, durfte gleich mitspielen. Und so ist es bis heute geblieben. Jeder der mitmachen will kann kommen und wird mit Rat unterstützt. Zur anfänglichen Freude, in der 1 1/2stündigen Spielzeit 2 oder gar drei Punkte realisiert zu haben, gesellt sich mit der Zeit und einem erfolgreicheren Spiel die Enttäuschung über knapp verfehlte Karambolagen und der Frust wegen eines verkorkten Stoßes hinzu. Während des Spielbetriebs spielen Männer, Frauen oder auch gemischte Gruppen. Ziel ist es, in 25 Aufnahmen möglichst viele Karambolagen – die Spielkugel muss beide anderen berühren – zu erreichen, wofür 1 Punkt gutgeschrieben wird. Es kann nach einer erfolgreichen Karambolage so lange weitergespielt werden, bis ein Fehler unterläuft – entweder keine gültige Karambolage oder ein Regelfehler.

Poolbillard ist gemein. Am Anfang sind überall Kugeln, da muss man wirklich ziemlich blöd spielen, um sie nicht reinzukriegen. Dann wird es komplizierter, und man merkt, dass man dümmer ist, als man dachte. Beim Karambolage dagegen weiß man gleich wie dumm man ist. Karambolage ist schwieriger, aber ehrlicher.

Das vorstehende Zitat habe ich dem Buch „Das Orakel von Port-Nicolas“ von Fred Vargas entnommen. Auf diese französische Krimi-Autorin (Fred ist die Abkürzung von Frédérique) wurde ich durch Frau Dorothée Grütering, anlässlich ihres Vortrages „Gourmet-Krimi“ (s. meinen damaligen Blog), aufmerksam. Und seit ich den ersten Roman von ihr gelesen habe bin ich ein begeisterter Leser, inzwischen sind es schon 10 Bücher, dieser Autorin. Ihre Ermittler sind derart unangepasst und die Morde so überraschend konzipiert, dass es ein wahres Vergnügen ist diese Krimis zu lesen. Bei dem vorgenannten Titel führt z.B. ein, von einem Hund in Paris hinterlassenes Zehengelenkknöchelchen, zu einer Mordserie in der Provinz. Aber wie sagte schon Moustache in dem Film „Das Mädchen Irma la Douce“: „aber das ist eine andere Geschichte“ und ich hatte ja Billard als Thema.