Gestern fand im Rahmen der VHS Kreis Ahrweiler bei uns ein Vortrag von Dorothée Grütering über Krimis statt, in denen neben dem Verbrechensfall kulinarische Schmankerl thematisiert werden. Leider war der Besucherandrang nicht besonders groß. Bei solchen Veranstaltungen zeigt sich immer wieder bedauerlich, dass der Theatersaal nicht unterteilbar ist.

Dessen ungeachtet machte Frau Grütering in ihrer offenen und humorvollen Art die Zuhörer mit 12 Krimi-Autoren bekannt, die lesenswert Kulinarik und Verbrechen verbinden. Dabei wurde auch erwähnt, dass schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts (klingt unglaublich weit entfernt) Johannes Mario Simmel in „Es muss nicht immer Kaviar sein“ in dieser Verbindung geschrieben hat.

Besonders hervorgehoben wurde der griechische Autor Petros Markaris da dieser, auch, in  klarer Sprache die Probleme der griechischen Gesellschaft und Politik schildert und dem nichtgriechischen Leser so Einblick und Verständnis für die derzeitige Lage Griechenlands gibt.

Ich lese zur Zeit  „Ich bin der letzte Mohikaner“ von Henriette und Joachim Kaiser. Was J. Kaiser da in dem Kapitel „Gefahren, Politik und Ästhetik“ schreibt sollte sich jeder TV-Verantwortliche und Zeitungsredakteur in Großschrift auf seinen Schreibtisch stellen.

Gerade wenn man sich das Fernsehprogramm anschaut kommt man ins Grübeln. Tag ein Tag aus werden da Krimis im Vorabend und Hauptprogramm angeboten. Dass wir uns nicht falsch verstehen. Ich lese und sehe gerne Krimis, aber was zu viel ist, ist zuviel.