Gestern Abend waren zwei Musiker zugange, denen man anmerkte, dass sie ihre Musik lieben und leben.

Die Besucher des gut besuchten Theaters hörten eine wandelbare und ausdrucksstarke Stimme, großartiges Gitarrenspiel und eine Mundharmonika mit Jubel und Zwitschern in Vollendung, das war Ignaz Netzer. Ihn habe ich zum ersten mal gehört.

Dazu kam Thomas Scheytt, der schon des öfteren in unserem Theater als Solist bewiesen hat, dass er ein Meister der Klaviatur ist und einen brillanten und temperamentvollen Jazz spielen kann.

Das war wieder ein Abend, den man so nur im Augustinum erleben kann.

Schade fand ich, dass Thomas Scheytt wenig flexibel auf meine Bitte – aus Anlass des Geburtstages von Fats Domino – ein Stück von diesem zu spielen, einging und sich darauf zurück gezogen hat, dass sie ihr Programm hätten und es darum nicht möglich sei auf meine Bitte einzugehen. Obwohli, wer wäre näher bei dem Programm des gestrigen Abends gewesen als Fats.

„Do choast halt nüüd mache“ würde man in meinem früheren Sprachbereich sagen, „’s is halt en Schwoob“.