Endlich kann ich mich wieder zu Wort melden. Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Erkältung so sehr matt setzen würde. Obwohl alle Regeln eingehalten: 30 Sekunden Händewaschen, tägliche Spaziergänge, Virugard Anwendung und der Vermeidung von größeren Menschenansammlungen. Die Viren fanden trotzdem einen Weg. Aber jetzt ist es ja überstanden.

2008 waren der Lenné- und Kaiser-Wilhelm-Park noch von gleichmäßig gekiesten Wegen durchzogen, die auch nach dem allergrößten Regenguss gut zu begehen waren.

Zu der Zeit fuhr auch nur Herr Lang mit seinem Helfer in einem kleinen Transportwägelchen durch den Park. Bewaffnet mit Rechen und Harke gingen die beiden dem Laub an den Kragen und hielten die Wege sauber.

Nach dessen Pensionierung wurden die Fahrzeuge immer größer und schwerer und die letzten Reste von Kies wurden erbarmungslos in den immer stärker verdichteten Grund gedrückt. Heute verwandeln sich die Wege schon bei der geringsten Feuchtigkeit in schmierige Pisten und die Schuhe bedürfen nach jedem Spaziergang einer Spezialreinigung.

Ich finde es sehr schade, dass die einst so wunderschönen Wege nicht besser gepflegt werden. Auch muss es nicht unbedingt sein, dass die Spazierwege als Radwege missbraucht werden, denn sowohl auf der linken Ahrseite als auch entlang der Tennisplätze sind durchaus fahrbare Wege vorhanden.

Obwohl jeder Hausbesitzer weiß, dass ständige Pflege und Unterhalt noch immer der günstigste Weg zum Werterhalt ist, scheint diese Erkenntnis bei den Stadtverantwortlichen nicht besonders verbreitet zu sein. Wie sonst ist zu erklären, dass mit den Aushängeschildern der Kurstadt – ihren Parks – so lieblos verfahren wird.

Heute wieder mal ein Schwanenteich Vers:

Am Schwanenteich gibt’s guten Wein
D’rum lasst uns davon trinken
Bevor das Geld zum Teufel geht
Und unsre Aktien sinken.