Sehr beliebt bei seinen Stammhörern ist die philosophische Diskussionsrunde unter der Leitung von Dr. phil. Thomas Ebers.

„Ist an alle gedacht, wenn jeder an sich denkt?“ wurde gestern gefragt, und um mit dem Schluss zu beginnen. Es ist an jeden gedacht, aber nicht an alle.

Bei der heutigen Medienwelt wird Öffentlichkeit mit Medienpräsenz gleich gesetzt. Dem ist aber nicht so, wenn der philosophische Begriff entsprechend der aristotelischen Definition angewendet wird. Dann ist öffentlich nur das was in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft getan wird. Der Mensch wird erst dann zum Menschen wenn er öffentlich wirkt, so Aristoteles. Alles was unterhalb dieser Ebene passiert ist privat.

Die reine Äußerung, auch wenn diese im öffentlichen Raum erfolgt, ist deshalb nicht mit  Öffentlichkeit identisch, auch wenn dies so scheinen mag.

Wieder  einmal wurde klar, dass philosophisches Denken weit über das vermeintlich offensichtliche hinaus geht.

Und nur wenn an alle gedacht wird, erfüllt sich Menschlichkeit und Öffentlichkeit wird nicht von der Privatheit vereinnahmt.