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Ein gut besetzter Theatersaal erwartete die Musiker der Sinfonietta Köln unter ihrem Leiter Cornelius Frowein.

Das Konzert begann mit einem „Vergnügen“, dem Divertimento F-Dur von W. A. Mozart. Hierauf folgte Franz Schuberts Rondo in A-Dur und Ravels Tzigane. Nach der Pause wurde die Serenade für Streichorchester C-Dur von P. I. Tschaikowski aufgeführt.

Ich bin kein Musikkritiker. Also kann ich nicht sagen, ob alle Töne korrekt gespielt wurden, die Einsätze makellos waren, oder die Tempi angemessen. Ich kann nur berichten was die Musik mit mir gemacht hat und wie ich das Konzert erlebt habe.

Es war ein reines Vergnügen dem Divertimento Mozarts zu lauschen. Das Orchester spielt mit einem wundervoll warmem Ton und ihr Dirigent, C. Frowein, hat sein Ensemble gut im Griff. Das macht sich meiner Meinung nach besonders in den langsamen Partien bemerkbar, da hierbei das Zusammenspiel sicher schwieriger ist als in den schnellen Teilen, bei denen die Ausübenden geradezu mitgerissen werden.

Dann kam das Rondo in A-Dur von Franz Schubert, mit der großartigen Liv Migdal (* 1988 in Herne), das bei mir den größten Eindruck hinterlassen hat. Mein Herz flog mit den Tönen dem Himmel entgegen und ich hatte nur die Befürchtung, dass es nicht wieder zurückfinden könnte.

Andere Besucher waren vielleicht von Ravels Rhapsodie „Tzigane“, dem vielleicht anspruchsvollsten Werk für Violinisten, über das die japanische Geigerin Midori sagt (gesamter Text unter http://www.gotomidori.com):

„Das Stück verlangt eine besondere Mischung aus Spontaneität,   Einzigartigkeit und Koordination, alle schwieriger, als man zunächst annehmen möchte. Die Kadenz mit einem „wunderschönen Ton“ zu spielen, kann das Problem auch nicht lösen. Es ist als wenn der Künstler das Geigespielen komplett neu erfinden müsste!“

mehr angetan. Auf jeden Fall war es eine solistische Glanztat und Liv Migdal wurde zu Recht mit viel Applaus bedacht.

In der Pause wurden (gegebenenfalls mit einem Glas Wein, Sekt oder Wasser) die Eindrücke des bisher gebotenen ausgetauscht. Ich nahm überdies die Gelegenheit wahr, einen kurzen Blick auf mein iPhone zu werfen, um mit großer Freude lesen zu können, dass der 1. FCK in Bochum, kurz vor Schluss, mit 2:0 führt.

Den Abschluss des Konzertes bildete die Serenade Opus 48 in C-Dur von Peter I. Tschaikowski, die 1881 in St. Petersburg uraufgeführt wurde. Der zweite Satz, der Walzer, war wohl jedem der Zuhörer bekannt, denn dieser Part der Serenade wird oft im Radio dargeboten.

Das Ensemble

Das Ensemble „Sinfonietta Köln“ nimmt den verdienten Applaus entgegen

Nach Ende des Konzertes, und einer kleinen Zugabe, verließen nicht wenige der Besucher, mit einem verklärten Lächeln, den Saal.

Ich kann nur jedem, der in der Nähe eines Augustinum wohnt, empfehlen, sich immer gut über den Veranstaltungskalender dieser Organisation zu informieren. Einfacher und günstiger wird mensch wohl kaum zu einem solchen Genuss kommen.