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unter diesem Titel traten das Klavierduo Ljiljana Borota/Christian Knebel und der Jazz-Gittarist Matthias Hautsch gestern, in einem gut besetzten Theatersaal – auch wenn die Veranstaltung mehr Zuhörer verdient gehabt hätte, aber das ist ein durchgängiges Thema und ich verstehe absolut nicht weshalb, bei den moderaten Preisen, die Besucher nicht in Massen strömen – auf.

Das erste Stück „Eine Stimme aus der Ferne“ von György Kurtág erinnerte mich, obwohl es doch eine ganz unterschiedliche Instrumentierung war, sofort an Paul Horns Flötenkonzert „Inside the great Pyramide“. Vielleicht weil die Töne so absolut rein und intensiv, geradezu meditativ erklangen.

Es folgten 3 Stücke von J.S. Bach. Mit, für mich himmlisch anzuhörenden Tönen, „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, begann es und ging dann weiter mit der Trio-Sonate Nr. 1 in Es-Dur, BWV 525  um wieder zur Erde zurückzukehren.

Ganz stark war die Gitarren-Improvisation zu „O Lamm Gottes, unschuldig“ BWV DEEST in der Fassung für Klavierduo von György Kurtág.

Nach „Le Coucou“ von Louis-Claude Daquin folgte von Gustav Nottebohm „Variationen über ein Thema von J. S. Bach d-Moll OP 17″ für Klavier zu vier Händen. Hier konnten Borota/Knebel voll ihr pianistisches Können ausspielen

Der zweite Teil des Konzertes begann leicht und beschwingt mit operettenhaften Tönen (Overture for Jeanie“ von Philip R. Buttall), die dann von einem gewaltigen Gewitter, einem Sonnenaufgang, Vogelgezwitscher und dem Ruf einer Amsel, verursacht von Gitarre und Klavier-Saiten-Tönen, abgelöst wurden. Mit „Savoir Vivre“  zeigte Hautsch in seinem Solo nochmals was in seiner Gitarre steckt, und vor allem, was er aus ihr herausholen kann.

Mit einem Pianoduett von Alexander Rosenblatt und einer Hommage an W. A. Mozart, im Arrangement von P. R. Buttall, „Samba alla Turca“ sowie einer Zugabe endete ein Konzertabend der für die Liebhaber aller Musikrichtungen etwas brachte und die Klassik mit dem Jazz auf ganz besondere Weise beeindruckend verband.