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Kaum war ein wenig Ruhe eingekehrt hat die Süddeutsche Zeitung in ihrer Wochenendausgabe mit einem gleich dreiseitigen Artikel über das Augustinum und die Vorfälle im Zusammenhang mit dem „Big Deal“ nachgelegt. War bisher die Geschäftsführung eher noch als Opfer betrachtet worden ist nun Prof. Dr. Rückert direkt ins Visier gelangt und seine Rolle eher als Mitverantwortlicher gesehen. Mit Zitaten aus Pfarrer Rückerts Predigten und seiner Aktivität als Geschäftsführer soll eine Diskrepanz zwischen Wort und Tat aufgezeigt werden.

Natürlich ist mensch im Nachhinein immer schlauer. Aber ist der Spagat zwischen Pfarrer, der auf Vertrauen baut und auch bauen muss und dem Konzernboss, dessen oberste Prämisse Vorsicht, wenn nicht gar Misstrauen sein sollte, überhaupt zu halten?

Es stellt sich hier für mich die Frage ob nicht die Diakonie, unter deren Dach das Augustinum angesiedelt ist, sich einschalten sollte? Ob es nicht besser wäre mit einer neuen Struktur und unbelasteten Führungskräften die Misere zu bewältigen? Sollte nicht wieder zum Kerngeschäft des christlich geprägten Unternehmens, das sich der Bewohner (der Häuser) und seinen Schutzbefohlenen (der Sanatorien und dem Heilpädagogischen Centrum) annimmt, zurück gekehrt werden?

Und erneut frage ich mich: muss ich mir persönlich Sorgen machen? Und auch heute und noch immer lautet die Antwort: Nein!

Wir jetzigen Bewohner haben wohl am wenigsten Grund uns zu sorgen. Sorgen muss sich das Unternehmen Augustinum, denn je länger dieser Fall akut bleibt, um so schwieriger wird es, das gute Image zu halten bzw. wieder zurück zu gewinnen.