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Gestern wurde in unserem Theater der Film „Spuren“ gezeigt. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich mit Kamelen und ihrem Hund auf die Durchquerung der Wüste Australiens aufmacht. Von Alice Springs bis zum Indischen Ozean, rund 2.700 km, will sie die gesamte Strecke allein auf sich gestellt zurücklegen. Robyn Davidson, durch ihren Vater, der selbst die Kalahari in Südafrika durchquert hat, inspiriert, verdingt sich zunächst bei einem Kamelhändler um die nötigen Mittel für die Ausrüstung, die Kamele und die Kenntnis über den Umgang mit diesen, zu erhalten. Dieser nutzt sie jedoch schamlos aus und erst im zweiten Anlauf, nochmals 8 Monate Arbeit bei einem Kamelhändler,  kommt sie zu ihren eigenen Kamelen. Das notwendige Geld jedoch wird ihr von der National Geographic zur Verfügung gestellt.

Da wir bei unserem 10wöchigem Aufenthalt an der Gold Coast auch einen Trip nach Alice Springs unternommen hatten um den Uluru (Ayers Rock) zu sehen hat uns dieser Film natürlich besonders interessiert, obwohl die Reise von Robyn da begann wo sie für uns schon zu Ende war.

Didgeridoospieler (von dem wir eine CD gekauft haben) in Alice Springs

Didgeridoospieler (von dem wir eine CD gekauft haben) in Alice Springs


Ein heiliger See der Aborigines

Ein heiliger See der Aborigines


Lake Amadeus, ein Salzsee

Lake Amadeus, ein Salzsee

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Uluru im Sonnenaufgang

Uluru im Sonnenaufgang

Im Kulturzentrum beim Uluru versuchen die Aborigines durch Aufklärung die Touristen von der Besteigung des für sie heiligen Berges abzuhalten (mit mehr oder weniger Erfolg). Dort habe ich mir auch zwei Klangstäbe gekauft (die ich dann an die Rhythmusgruppe weiter gegeben habe), wie sie in dem Film beim Tanz der Frauen in Gebrauch waren.

Zurück zum Film. Der nur widerwillig akzeptierte Fotoreporter Rick, der in sporadischen Abständen angereist kam, um Aufnahmen von der Wanderung zu machen, stellte sich als wirklicher Freund heraus. Nicht nur lockte er eine Reportermeute auf eine falsche Fährte, er versorgte die „Kamel-Lady“, wie sie überall genannt wurde, in der Wüste auch mit Wasserkanistern, die an einer vorher bestimmten Stelle abgeworfen wurden.

Auf ihrer Reise wurde Robyn ein Stück des Weges von dem Älteren der Aborigines, Eddy, begleitet, was besonders bei der Durchquerung des heiligen Landes notwendig war, denn sonst hätte sie einen Umweg von mindestens 120 km machen müssen. Diese Begleitung erhielt sie jedoch erst, als die Aborigines erkannt hatten, dass Robyn ihre Kultur und Sitten achtet, indem sie von sich aus sagte, dass sie den langen Weg machen wolle um das heilige Land nicht zu betreten.

Der Film bot sehr eindrückliche und tief-gehende Bilder (so als Robyn ihren Hund erschießen musste, oder als sie verzweifelte an ihrem Unternehmen; bei der Orientierungslosigkeit als sie den Kompass verlor und durch den Hund zum Lager zurück geführt wurde) und wurde von hervorragenden Schauspielern gestaltet. Als Vorlage diente der Artikel im National Geographic und das Buch „Tracks“ von Robyn Davidson mit den Bildern von Rick Smolan.

Was beim Film zum Ende nicht herauskam, war, ob Robyn das gefunden hat was sie in sich und für sich gesucht hat. Aber vielleicht war der Weg ja das Ziel.