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Heute befinde ich mich in einem Dilemma. Ich habe schon mal betont, dass ich kein Musikkritiker bin und ich frage mich, ob ich nicht besser den Mund halten (die Finger von der Tastatur lassen) sollte. Andererseits beschreibe ich nur das, wie ich die Musik erlebe, was die Musik mit mir macht.

Gestern gastierte das Acoustic Trio von Dirko Juchem in unserem Theater.

Diese Instrumente kamen zum Einsatz

Diese Instrumente kamen zum Einsatz

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Dirko Juchem stellt seine Musiker vor. Johannes André an der Gitarre und Mark Collazzo mit der Percussion

Es besteht kein Zweifel daran, dass die drei Musiker ihre Instrumente beherrschen und auch spielen können. Lag es an der Auswahl der Stücke oder an den Instrumenten? Der ganze Teil vor der Pause kam mir sehr routiniert dargeboten, fast steril, vor. Der Percussionist strahlte gepflegte Langeweile aus und schien mit den Gedanken immer abwesend zu sein. Selbst der Einsatz der riesigen Kontrabassflöte (im ersten Bild ganz links) konnte mich nicht so richtig erwärmen. Lediglich das Stück „Rio“ vermochte es, dass ich die Musik nicht nur hörte sondern auch emotional erfuhr. Ich weiß nicht, ob es nur mir so gegangen ist, aber ich habe mich mehr mit den Instrumenten, und dem Spiel darauf, beschäftigt als mit der Musik.

Ganz anders dann im zweiten Teil. „Shadows of Gold“; „Rote Sonne“ mit der DIZI-Flöte gespielt; das Stück von String mit dem Sopran-Saxophon; „Ratz Fatz“, oder der wunderbare Vortrag mit dem Saxophon „If you could read my mind“ waren Stücke die mich angesprochen haben. Und zum Abschluss noch das tief berührende „Rue du Bac“. Das alles war dann Musik die ich auch fühlte, sodass ich doch noch zufrieden den Saal verlassen konnte.

Vielleicht passen manchmal Hörer und Musik einfach nicht zusammen. Das spricht nicht gegen die Musiker und die Musik. Ob es gegen mich spricht? Oder ist das einfach so?(!)