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Was in einem richtigen Dorf das Straßenfest ist, das ist bei der 7. Etage unseres Hauses der Etagentreff, zu dem 3 bis 4 mal im Jahr aufgerufen wird. Von den rund 30 Bewohnerinnen und Bewohnern treffen sich mal mehr, mal weniger als die Hälfte davon im Panorama-Café.

Gestern war es wieder so weit. Der Organisator des Etagentreffs begrüßte 11 Bewohnerinnen und zwei Bewohner und stellt sie namentlich vor. Anschließend, bevor sich die Teilnehmer untereinander unterhalten haben, las er noch eine kurze Geschichte, Snowden lässt grüßen, vor:

Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago.

Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein, alt und schwach. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn, der in Paris studiert.
„Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du bei mir wärest, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben. Dein Vater.“

Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail aus Paris:
„Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich ‚das Ding‘ versteckt. Dein Sohn Ahmed.“

Um 4 Uhr morgens erscheinen bei dem alten Mann die US-Armee, die Marines, das FBI, die CIA und sogar eine Eliteeinheit der Rangers. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.

Am selben Tag erhält der alte Mann wieder eine E-Mail von seinem Sohn:
„Lieber Vater, ich bin sicher, dass der Garten jetzt komplett umgegraben ist und Du Kartoffeln pflanzen kannst. Mehr konnte ich nicht für dich tun. In Liebe, Ahmed“.

die er der Seite http://www.programmwechsel.de entnommen hat. Die Geschichte wurde mit viel Gelächter quittiert, … obwohl das Lachen in diesem Fall, aber, wie schon der Wirt Moustache in dem Film „Irma la Douce“ gesagt hat, … das ist eine andere Geschichte.

Nach dieser kurzen Einleitung ging mensch zu dem eigentlichen Zweck des Etagentreffs über, sich kennen zu lernen, sich zu unterhalten, sich über das eigene Leben vor und im Augustinum auszutauschen. Es mag befremdlich klingen, aber obwohl mensch auf der selben Etage wohnt, kann es sein, dass er sich nur selten oder gar nicht begegnet, wenn die Essenszeiten unterschiedlich oder die Aktivitäten verschieden sind.

Um dem abzuhelfen wird der Etagentreff organisiert und nach gewöhnlich zwei Stunden trennt mensch sich wieder und geht, wie gestern auch, froh gestimmt in seine Wohnung zurück.