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Vor einigen Tagen wurde im „Cinema Augustinum“ der Film des französischen Fotografen Yann Arthus-Bertrand vorgeführt. Mit grandiosen Bildern aus der Luft wurden 54 Länder überflogen. Beim Überflug von China, wird aus dieser Perspektive erst so ganz die kolossale Ausdehnung der Chinesischen Mauer erkennbar. Autobahnen werden zur Trocknung von Getreide gesperrt. Wenn mensch diesen Film gesehen hat versteht er, weshalb die Kamera-Drohnen sich solcher Beliebtheit erfreuen.

Wurde in diesem Film die Schönheit unserer Erde gezeigt, so war dessen Anliegen aber nicht zuletzt die Warnung vor der Verletzlichkeit derselben. Riesige Tulpenfelder in Holland, aus der Luft wie designed in ihrer Buntheit wirkend, sind leider auch die größten Pestizidschlucker. Endlose Rosentunnel in Nigeria sorgen für Krankheiten unter den dort Beschäftigten, während wir uns in Europa über billige Blumen freuen (vom ökologischen Irrsinn durch den täglichen Flugtransport ganz abgesehen). In Indonesien werden die Regenwälder vernichtet um für Palmölpflanzungen Platz zu schaffen. Künstliche Inseln vor Dubai schaffen Probleme noch und noch. Überfischung raubt den heimischen Fischer die Lebensgrundlage. Generell wird der Lebensraum unserer Fauna immer weiter zerstört. Die globale Erderwärmung lässt die Pole schmelzen und Eisbären wie auch die Inuit haben darunter zu leiden.

All dies zeigt der Film mit aller Deutlichkeit, aber auch erste kleine Ansätze von Besserung durch Windenergie oder Solarparks. Dass er sich sogar für die Nutzung der Kernenergie ausspricht, will mir nicht ganz einleuchten, denn zuvor wurden die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima gezeigt.

Insgesamt ein wirklich sehenswerter Film, der trotz seiner 2 Stunden nie langweilig war, denn die Perspektive des Adlers, der über den Objekten seine Kreise zieht, ist einfach atemberaubend.