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Im Rahmen von Cinema Augustinum wurde der Film „Eine Liebe für den Frieden – Bertha von Suttner und Alfred Nobel“ gezeigt. Der Film ist gut gespielt und erzählt die Geschichte der ersten Frau die den Friedens-Nobelpreis  (1905) erhielt, Bertha von Suttner. Die in einer nicht ganz glücklichen Ehe lebende Bertha pflegt eine intensive Freundschaft mit Alfred Nobel, die nicht zuletzt zur Stiftung des Nobelpreises führte. „Was wird von uns beiden bleiben?“ fragte Nobel Bertha.

Aufgrund ihrer Erlebnisse im Kaukasus, während des Russisch-Türkischen Krieges 1877, engagiert sie sich leidenschaftlich für die Völkerverständigung und den Frieden. Im Jahr 1889 veröffentlichte sie den Roman „Die Waffen nieder!“, der  viel Beachtung in ganz Europa fand und sie zu einer der prominentesten Vertreterinnen der Friedensbewegung machte.

Dieser Film löste in mir geradezu Ratlosigkeit aus – im Bezug auf unsere Gegenwart. Es sind jetzt gut 100 Jahre her seit der Friedensnobelpreis existiert. Seit über 100 Jahren setzen sich Menschen für den Frieden ein. Die technische Entwicklung in diesem Zeitraum ist geradezu atemberaubend. Und was ist mit der ethischen, moralischen Entwicklung des Menschen? Wir schicken Satelliten und Sonden in den Weltraum, die Nanotechnik macht Fortschritte in ungeahntem Maße. Mit der Gentechnik wird Einfluss auf die Lebensgrundlagen genommen. Es werden Milliarden und Abermilliarden in Kriegstechnik gesteckt.

Aber die Probleme der Menschen sind immer noch die gleichen. Wir zerstören Lebensräume von indigenen Völkern und Tieren. Wir vergiften unsere Erde. Statt Frieden herrscht Hass und Krieg. Menschen müssen flüchten vor dem was man ihnen antun will. Andere haben kein gesichertes oder gar kein Auskommen und verrecken (ich wähle bewusst dieses Wort) vor Hunger. Krankheiten, die medizinisch heilbar sind, werden nicht eingedämmt weil in den entsprechenden Ländern kein Geld vorhanden ist.

Was ist nur los auf unserer Erde? Warum kümmern wir uns nicht endlich um die Menschen anstatt immer nur um die Technik? Forschung und Erfindungen sind notwendig und wichtig, aber sollten sie nicht zu allererst den Menschen – und zwar allen  zu Gute kommen?