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In der Reihe „hautnah Jazz & friends“ gastierte am Donnerstag das Trio Christine Corvisier (Saxophon), Stefan Michalke (Piano) und Stefan Burger (Bass) im Augustinum Bad Neuenahr.

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Ich weiß nicht, ob es an der, für meine Begriffe, idealen, Zusammensetzung des Trios lag, oder an den Stücken die sie spielten, aber ich hatte zum ersten Mal beim Besuch dieser Reihe das Gefühl, wirklich in einem Jazz-Club zu sein (allerdings rauch- und whiskyfrei). Während das erste Stück, einem Jazz-Sampler, noch merklich zum Ein- und Freispielen diente, ging die Post dann beim zweiten Stück, einer Komposition von Stefan Michalke, in der er argentinische Anklänge verarbeitet hat, so richtig ab. Das Zusammenspiel harmonierte ganz fantastisch und die Soli wurden hervorragend vorgetragen. Lange Zeit hatte ich den Eindruck, dass Stefan Burger mit seinem Bass nur ein großartiger Begleiter sei, bis er mich mit seinem Solo, im zweitletzten Stück, eines anderen belehrte.

Die gespielten Stücke waren wohl zu gleichen Teilen klassische Jazznummern und eigene Kompositionen von Michalke und Corvisier. Liebling des Abends war eindeutig die Saxophonistin, aber auch ihre Mitstreiter mussten sich keineswegs verstecken und wurden, für ihre Soli, reichlich mit Beifall bedacht.

Es war für mich ein sehr, sehr schöner Jazzabend, der, mit dem Michalke-Stük „Still“, einen wunderbaren Ausklang fand.