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Sonntag, 22. November 2015, Uhr 17:00. Die Kulturreferentin des Augustinum begrüßt die, diesmal nicht ganz so vielen, Zuschauer, zur Finissage der dreiwöchigen Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“, die an diesem Tag, mit dem Auftritt von Thomas Scheytt, laut Jazzpodium Deutschland:

In voller Aktion

In voller Aktion

einer der besten zeitgenössischen Boogie- und Blues-Pianisten. Er verbindet in seinem Spiel hohes pianistisches Können mit einer unglaublichen, tiefempfunden Ausdrucksvielfalt.

zu Ende geht. Scheytt spielt Stücke aus seiner Solo-CD „Blues Colours“, die 2014 für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert war. Begonnen hat er mit „Short Story“ als Räuspern und Einspielen, wie er es selbst nannte. Danach folgte „Loretto Infirmary“ und da war auch schon alles da. Und mit „Flower Street Express“ war kein halten mehr, seine Zuhörer wurden einfach mitgerissen. Vom Kopf bis in die Füße bewegte sich der ganze Mensch und seine Beine tanzten mit den Fingern um die Wette. Ruhiger

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Koffer von Dr. E. Louen

erklang die Piano-Version von Georgia on my mind“, um mit den beiden Titeln, in Erinnerung an Hans-Jürgen Bock, „Back to Bock“ und „Lazy Bones“ wieder volle Fahrt aufzunehmen. Der gesamte Saal wurde anschließend

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Ausstellungskoffer

einbezogen bei dem Gospel „Put your hand in the hand“. Es folgten „Walking bass“, „Out of the dark“ und „Morning dance“. „Hans Jakob Straße 110“, der Ort seiner regelmäßigen Auftritte in Freiburg, war die nächste Nummer, bevor mit dem „Fifty Dollar Boogie“ das Programm zu Ende ging. Standing Ovation forderten eine Zugabe, die er mit „Summernight“ auch erfüllte. Bevor Scheytt sein „Summernight“ spielte, erinnerte er an das Gedicht von Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“, das ich hier in voller Länge wiedergebe:

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Damit endete diese Ausstellung,

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Text: Schülerin/Schüler vom Are-Gymnasium

die ein voller Erfolg für den Hospiz-Verein war, und auch das Augustinum dürfte, für die Bereitstellung des Theatersaales, einen imaginären Gewinn davon getragen haben.