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Es war keine leichte Konkurrenz gegen die das Quintett da antreten musste. Denn am Donnerstag war im Kursaal die „Wiener Klassik“ zu hören, für die etliche  unserer Bewohner ein Abonnement haben, und im TV Helene Fischer mit Weihnachtsliedern zu sehen. Aber trotzdem, die Freunde des Jazz fanden sich, wenn auch nicht ganz so zahlreich, ein, um das letzte Konzert der Reihe „hautnah Jazz & friends“ zu erleben, und sie haben es nicht bereuen müssen.

Wenn einer der besten europäischen Trompeter, mit den von ihm ausgesuchten Mitstreitern, hier auftritt, und das mit der eher ungewöhnlichen Kombination, allerdings zur Jahreszeit wieder bestens passenden, von Weihnachtsliedern und Jazz, dann darf mensch sich auf allerhand gefasst machen. Bianka Kerres, die Sängerin des Ensembles interpretierte gekonnt auf klassische Weise Weihnachtslieder. Begleitet wurde sie dabei von HP Salentin, Trompete; Hans Fücker am Klavier; Bodo Klingelhöfer, Bass; und Stephan Schneider mit dem Schlagzeug.

Nach jedem Weihnachtslied wurden dann die Noten hoch geworfen, neu zusammengesetzt, damit jongliert; hin und her gereicht und in allerbester Jazzmanier interpretiert und gespielt. Jeder einzelne der Musiker beherrschte sein Instrument auf das allerbeste und brillierte bei den Soli.

Bianka Kerres warme Stimme gab den Weihnachtsliedern „Ich steh an deiner Krippe hier“, „Kommet ihr Hirten“, „Es kommt ein Schiff, geladen“, „Süßer die Glocken“, „Vom Himmel hoch“, „Maria durch den Dornwald ging“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ klangvoll Ausdruck. Und als Abschluss sang sie und spielte das Ensemble, ganz ohne jazzige Interpretation DAS Weihnachtslied: „Stille Nacht“.

HP Salentin sprach an diesem Abend davon, dass ihn dieses Konzert immer an seine Kindheit erinnert, als in der Familie die Weihnachtslieder gesungen wurden. Aber auch seine zweite Seite, der Jazzmusiker, wollte diese Lieder interpretieren und so kam es zu dieser Konstellation.

Wir Zuhörer mussten uns an den Spagat gewöhnen, von der Besinnlichkeit der Lieder, ganz ohne vorherige Sammlung, zu Rhythmus und Dynamik,   zu wechseln. Aber es war ein gutes Erlebnis und ein würdiger

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Von links: Hans Fücker, Bodo Klingelhöfer, Bianka Kerres, Stephan Schneider, HP Salentin

Abschluss dieser Jazzreihe. Dem Dank von Salentin an die Kulturreferentin des Augustinum Bad Neuenahr haben wir uns gerne angeschlossen.