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Johann Wolfgang von Goethe:

Was du ererbt von deinen Vätern hast,
erwirb es, um es zu besitzen!
Was man nicht nützt, ist eine schwere Last.

Die neuesten Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ über den „Big Deal“ werfen kein gutes Licht auf die Führungsqualität des Augustinum-Managements. Erneut stellt sich die Frage wieviel Blindheit (Vertrauensseligkeit) einem Konzernleiter zugebilligt werden kann.

Nicht nur dass es sich bei dem Käufer der 14 Häuser um eine Klitsche mit nicht mehr als € 25.000 Eigenkapital handelte, die Verträge sind sogar derart gestaltet, dass dem Käufer alle Vorteile zufallen und dem Verkäufer sämtliche Lasten aufgebürdet wurden (so einem Gutachten von Hubert Oppl, einem Fachmann für Sozial-Immobilien). Ich frage mich daher, ob diese ominöse NK nicht nur ein Strohmann-Unternehmen ist und sich die handelnden Personen nicht ein weiches Bett – sprich satten Gewinn – verschaffen wollten.

Während uns im Mai noch erklärt wurde, dass das Augustinum noch immer gut aufgestellt sei, ist jetzt dem Artikel der „SZ“ zu entnehmen, dass im Jahr 2014 ein Verlust von 32,8 Millionen Euro eingefahren wurde. Dieser Verlust muss schließlich erst wieder ausgeglichen werden.

Für mich liegt die Vermutung nahe, dass Gigantismusdenken und Großmannssucht dazu geführt haben ein ganz großes, zu großes Rad zu drehen. Durch die Umwandlung der einzelnen, unabhängig operierenden Häuser in einen Konzern, wurde eine Zentrale geschaffen, die (wieder laut Gutachten Oppl) von einem Management geführt wird in dem, Zitat: „blindes Vertrauen, grenzenlose Naivität und fehlende Kontrollen“ herrschten. Es zeigt sich immer wieder, dass Zentralismus nur dann funktionieren kann wenn die Zentrale straff und in allen Belangen korrekt operiert.

Was bedeutet das alles für die Bewohner? Der Name „Augustinum“ hat nach wie vor einen guten Klang. Um diesen auch weiterhin zu garantieren, sollte, meiner Meinung nach, die Geschäftsleitung in andere Hände gelegt werden. Auswärtige Fachleute sollten sich der Management-Struktur annehmen und diese auf das notwendige Niveau heben. Außerdem würde ich mir ein unabhängiges Gutachten über den aktuellen Wert der einzelnen Häuser wünschen, denn schließlich hängt von diesem Wert die Qualität der Einlagen (Grundsicherungen) ab. Absolute Offenheit ist jetzt angesagt um eine weitere Beschädigung des Gedankens „Augustinum“ zu vermeiden.