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Unter diesem Motto stand das Konzert, das Stephan Maria Glöckner und Winfried Schuld

Schuld u. Glöckner

Schuld u. Glöckner in der Konzertpause

im Dezember, im Rahmen der Uferlichter 2015, im Augustinum-Theater-Saal, gegeben haben. Im Unterschied zu ihrem Konzert „Chaos im Kopf“ vom November, anlässlich der Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“, waren diesmal besonders viele junge (aus Seniorensicht) Zuhörer anwesend, denn auf dem Programm standen vorzugsweise Stücke der von Glöckner und Schuld gegründeten Kultband „menino“, die laut eigener Homepage hierfür steht:

menino ist die Idee einer musikalischen Verschmelzung von europäischem Pop und Jazz mit brasilianischen Rhythmen. Die intensive Auseinandersetzung mit World-Beats und Brasil-Kultur erschafft einen eigenen Stil geführt von einer charismatischen und emotionalen Stimme in Portugiesisch und Englisch. Hier und da in Deutsch.

Die lebendige Band, gegründet 1993, spielte bereits auf 3 Kontinenten, veröffentlichte 5 Alben und weitere musikalische Projekte, unterstützt das Straßenkinderprojekt Erê im brasilianischen Maceió mittels Spenden Aktion und Öffentlichkeitsarbeit und erhielt dafür 2002 das Bundesverdienstkreuz.

Leider war, aus welchen Gründen auch, diesmal das gesprochene Wort nicht immer gut zu verstehen, so dass es mir nicht möglich war die Kommentare und Ansagen zu den einzelnen Liedern gänzlich zu erfassen. Für die Musik selbst war das unerheblich, denn die meisten Texte waren spanisch, portugiesisch oder englisch. Jedenfalls habe ich mitbekommen, dass die Band „menino“ wieder auf Tour gehen wird, was von den Kennern mit Beifall aufgenommen wurde.

Was sofort wieder zu den Zuhörern rüber kam war das perfekte Zusammenspiel von Klavier, Gitarre und Gesang und die Freude, die beide Künstler an ihrem Tun auch selbst hatten. Das war keine „runtergespielte“ Veranstaltung, das war echtes Empfinden und eine ausdrucksstarke Darbietung.

Glöckner in Aktion

Glöckner in Aktion

Der erste Song beschäftigte sich, aufgrund einer Reise im Jahr 2002, nach Südafrika, mit dem allerwichtigsten Lebensmittel, dem Wasser. Es folgte „Fulminante“ – ein Bezug auf Brasilien; gefolgt von „uniVerso“; „Yes I know“ – she said it; ein Lied auf die „Gasse der Umarmung“ – ein Straßenname in Portugal; ein Fado – bei dem es am Schluss auf Kölsch hieß: „dat Glas et leer“;  „The moon“; „Chaos im Kopf“; „Ich trete ein“ – Liebesnest; „Überall auf dem Planeten“; „Ich sitz im Dunkel“ – ich weiß; wieder in Kölsch „Träume leve“; „Next day“; Rheinisch „Hallelu(ja)“ und von Sting „I have to tell a story“.

 

Dass in der Pause einige der älteren (aus Seniorensicht) Konzertbesucher ihre Stühle leer ließen lag sicher nicht an den beiden Musikern. Vielleicht hatten sich einige von ihnen ja in der Weihnachtszeit eine andere Musik erwartet. Wie im November auch war ich von der Musik des Duos und ihrem mitreißenden Spiel begeistert. Nicht ohne zwei Zugaben, wovon die 2. „Shugarbay“, konnten die beiden, nach ihrem tollen Konzert, die Bühne verlassen.