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Zum Start der diesjährigen Kulturveranstaltungen im Augustinum Bad Neuenahr-Ahrweiler bekamen die Hobbyfotografen und Freunde schöner, stimmungsvoller und ausdrucksstarker Bilder einen besonderen Leckerbissen serviert. Der Berufsfotograf Klaus-Peter Kappest

Klaus-Peter Kappest

Klaus-Peter Kappest

zeigte seine, mit Livekommentar versehene, Multivision-Show „Emotionen des Lichts“ (ein Trailer hierzu kann auf seiner, übrigens sehr guten, Homepage, http://www.kappest.de, aufgerufen werden).

Zunächst erzählte Kappest von seinem Alltag als Berufsfotograf, der mit Auftragsarbeiten bedacht wird und oft mit ganz strikten Vorgaben für die Umsetzung in Bilder konfrontiert ist. Für eine Aufnahme, in der unbedingt Brombeeren und Himbeeren vorkommen mussten, half er sich damit, diese Früchte an die ins Bild reichenden Zweige, mit Nadel und Faden annähen zu lassen.

Am liebsten arbeitet er jedoch frei und was dabei heraus kommt zeigte dann sein Show. Großartige Aufnahmen und kurze Videosequenzen aus Finnland, Schweden und Norwegen zeigten das Licht in ungeahnter Vielfalt und machten bewusst, dass Landschaften erst durch das Licht zu leben beginnen, sich in immer neuem Gewand zeigen. Ob es die Schnee- und Eislandschaft war, die mit dem Himmel zu verschmelzen schien; ob die aus dem Winterschlaf erwachten Braunbären oder die Licht- und Farborgien in einem Snow-Hotel; ob das Mittelrheintal oder der Allgäu; die Mecklenburgische Seenplatte oder die Niederlausitz; Rügen,  der Rheinsteig, der Rothaarsteig, das Sauerland; der Landschaftspark Duisburg-Nord oder die Lichterprozession zum Lucia-Fest; in unendlicher Vielfalt wurde dies alles erst durch das Licht so wirkungsvoll herausgehoben.

Kappest, und das wurde mit fast allen Bildern auch belegt, liebt Aufnahmen im Gegenlicht. Nur wenn es unbedingt notwendig ist fotografiert er im harten Tageslicht. Aufnahmen am frühen Morgen, noch bevor die Sonne aufgegangen ist, oder am Abend zur „blauen Stunde“, wenn das letzte Dämmerlicht die Komplementärfarben Blau und Orange zur vollen Wirkung bringen, sind seine Welt. Dazu steht er auch gerne mal bei minus 30 Grad, oder mehr, für einige Stunden hinter seiner Kamera, um auch noch die letzte Nuance der Lichtschattierungen zu erfassen.

Absoluter Höhepunkt des Abends waren dann die Bilder vom Nordlicht. Bilder die einem wirklich das Gefühl vermitteln konnten dabei zu sein (glücklicherweise ohne Kälte) und die Lichterscheinungen selbst zu erleben.

Wenn die Kulturveranstaltungen auf diesem Niveau weiter gehen, woran ich eigentlich auch nicht zweifle, dürfen wir uns im Haus auf ein spannendes und interessantes Jahr freuen.