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In China kamen die Menschen zuerst auf die Idee mehrere Stofflagen zusammen zu steppen um sich besser gegen die Kälte zu schützen. Von hier aus verbreitete sich diese Stoffart über den ganzen Orient. Kreuzritter trugen diese Stoffe als sogenannte Wämser unter ihren Rüstungen, wodurch die Quilts nach Europa gelangten. Eine Kältewelle im 14. Jahrhundert führte in England zur weiteren Verbreitung. Da Stoffe in der damaligen Zeit Kostbarkeiten waren, blieb die „Steppdecke“ zunächst nur dem Adel und höheren Klerus vorbehalten.

Die amerikanischen Siedler verbanden dann das Patchwork, viele kleine Stoffstücke werden zusammen gefügt, mit dem quilten, das in geselliger Runde von den Siedlerfrauen ausgeführt wurde.

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Dr. Monika Wegmann-Jung

Dieser kurze geschichtliche Abriss war der Auftakt des Vortrages von Dr. Monika Wegmann-Jung, den sie anlässlich der Vernissage ihrer Quilt-Ausstellung, vor zahlreichen Zuhörern, darunter erstaunlich viele Männer, gehalten hat.

Anschließend erzählte Frau Wegmann-Jung mit viel Begeisterung wie sie zum quilten gekommen ist und wie die einzelnen Arbeitsschritte aussehen. Anhand der mitgebrachten und ausgestellten Muster verdeutlichte sie den Aufbau und Gestaltung der Quilts.

Einer von vielen Spannrahmen

Einer von vielen Spannrahmen

Erklärung der Arbeitsweise

Erklärung der Arbeitsweise

Die verschiedenen Muster

Die verschiedenen Muster

 

 

 

 

 

 

Üblicherweise besteht ein Quilt aus drei Lagen, dem Top (Oberseite), der Füllung (oft Polyester-Flies) und der Unterseite. Meistens werden Baumwollstoffe verarbeitet, aber auch Seide, Jeansstoff oder was auch immer zur Hand ist und gefällt. Die Oberseite kann aus einem einfarbigen Stoff bestehen in den die Muster sozusagen eingenäht werden oder aus Patchwork.

Hier einige der Ausstellungsstücke:IMG_1206 IMG_1210 IMG_1204 IMG_1205 IMG_1203 IMG_1202

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Besonderheit ist dieses Exemplar, eine Examensarbeit:

Wandschuck

Wandschuck

 

Für diesen Quilt wurden verschiedene schwarze Stoffe zu einer Fläche verbunden, auf die dann die Kreise aufgenäht wurden. Anschließend bekamen 1001 Kronkorken  seitlich zwei winzige Löcher gebohrt und wurden dann in farbigen Kreisen aufgenäht.

Herzlicher Beifall dankte Dr. Wegmann-Jung für ihren leidenschaftlichen, humorvollen und informativen Vortrag, bevor mit einem Glas Sekt (Saft, Wasser) die Ausstellung eröffnet wurde. Dass die Quilt-Künstlerin noch lange mit Fragen bestürmt wurde versteht sich von selbst.