Schlagwörter

, , , , ,

Am letzten Sonntag gab sich Schwester Cordula, alias Saskia Kästner, mit ihrem Partner Dirk Rave, Akkordeon, die Ehre, um aus ihrer Klinikpraxis zu berichten.

Saskia Kästner und Dirk Rave

Saskia Kästner und Dirk Rave

Stimmgewaltig und mimisch mitreißend liest, nein lebt, Schwester Cordula aus ihrer Arztroman-Essenz, zitiert nach ihrer Homepage,

von ihr selbst gemixt aus den besten Original-Zitaten, Selbstgeschriebenem und medizinischen Erfahrungsberichten von Zuschauern,

„Ich bin an meinen Eid gebunden“.

Mit dem Programm „Schwester Cordula liebt Arztromane“ entführt die Schauspielerin und Enkelin von Erich Kästner, dessen Humorgene offensichtlich in ihr wirken, ihr Publikum in den Klinikalltag eines kleinen Privatkrankenhauses, in dem nichts zu trivial, romantisch, intrigant und hoch moralisch ist, eben in die heile Welt der Groschenromane. Ach, wie geht das Herz auf, wenn die Kinderärztin und der Oberarzt sich ihre Liebe gestehen. Entsetzt verfolgen wir das intrigante Verhalten der französischen Chefarzttochter Judith von Roggenkamp und in tiefer Ehrfurcht vernehmen wir von dem ethisch hochstehenden Verhalten des guten Dr. Hartmann, um endlich beglückt das selige Happy End mitzuerleben. Dieses Glück muss hinaus geschmettert werden mit einem fröhlichen Lied. Schwester Cordula, unterstützt von ihrem Azubi Dirk mit dem Akkordeon, lässt all diese Charaktere stimmlich und mimisch vor uns erstehen.

Ob sich diejenigen, die in der Pause gegangen sind, sich ihre Lektüre nicht miesmachen lassen wollten oder ob sie die Überzeichnungen zu grell gefunden haben, ich weiß es nicht. Im ganzen gesehen war es ein durchaus vergnüglicher Abend. Es muss ja nicht hinter allem ein tieferer Sinn gesucht werden. Einfach mal lachen ist doch gut und gesund außerdem. Das fand offensichtlich auch das Publikum und verabschiedete die beiden Künstler mit herzlichem Applaus.

Beim Schlussapplaus

Beim Schlussapplaus