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Paloma Pradal, Andreas Arnold, Carlos Ronda

Paloma Pradal, Andreas Arnold, Carlos Ronda

In der Reihe Sommernachtsmusik wurde uns „Flamenco meets Jazz“, in der Besetzung Gitarre, Percussion, Trompete und Gesang, angekündigt. Ich muss gestehen, dass ich mit Flamenco, leider, nicht viel anfangen kann. Die Kombination mit Jazz schien mir jedoch den Besuch wert. Unsere Kulturreferentin musste bei der Begrüßung des Publikums aber mitteilen, dass der Trompeter nicht aus Paris anreisen konnte. Der Bandleader meinte zwar, dass dies nicht schön, aber auch nicht schlimm sei. Nach dem Konzert muss ich für meinen Teil jedoch sagen: „es war schlimm“. Die anwesenden Künstler, Andreas Arnold, Gitarre; Carlos Ronda, Percussion; und Paloma Pradal, Gesang; taten sicher ihr Bestes. Arnold ist ein renommierter und weltweit agierender Gitarrist. Der Percussionist Carlos Ronda war wesentlich am Album „Ojos Cerrados“ beteiligt. Und Paloma Pradal hat eine wirklich starke Stimme.

Wir haben hier schon sehr gute, ja tolle, Jazzkonzerte gehört, aber diese Besetzung ist hierfür nicht die geeignetste, es kam einfach keine Jazz-Stimmung auf. Interessanterweise sagt Andreas Arnold in einem Interview des „Deutschlandradio Kultur“ selbst:

Mit dem Schritt zum Flamenco bin ich eigentlich noch näher zur Gitarre gekommen, weil ich finde, dies ist die gitarristischste Musik überhaupt. Klar, Rockmusik mit Sicherheit auch, aber Jazz mit Sicherheit nicht, das ist keine Gitarrenmusik. Die Jazzgitarre ist immer so ein Stiefkind.

Was den Flamenco betrifft. An unserem Sommerfest im letzten Jahr trat eine Flamencogruppe auf, der selbst ich gerne zugehört und, vor allen Dingen, zugeschaut habe. Ohne den begleitenden Tanz empfinde ich Flamenco einfach zu traurig. Da ich nicht spanisch verstehe, bleibt mir auch unklar ob die Schreie Ausdruck der Verzweiflung, der Angst oder Einsamkeit sind. Hierzu fehlten leider, bis auf eine Ausnahme, die vorgängigen Erklärungen.

Vielleicht, und hoffentlich sind wenigstens die Flamencokenner auf ihre Kosten gekommen. Für mich war dieser Abend aber nur: siehe Überschrift.