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Am Samstag, 25.6.2016, war es wieder soweit. Die Neuenahrer Bürger besuchten ihre Partnerstadt in Belgien, und meine Frau und ich waren dabei. Diesmal hatten wir sogar Glück und mussten nicht, wie letztes Jahr, über die Warteliste auf die Teilnahme hoffen. Wie schon im Jahr zuvor war die Fahrt wieder bestens vorbereitet. Versehen mit einem Stadtplan von Antwerpen, dem Ablaufplan der Bürgerfahrt und dem Menüsticker für das Abendessen (Schwein, Fisch und Baum für Fleisch, Fisch oder Vegetarisch) ging es, trotz Regen gut gelaunt, pünktlich um Uhr 7:00, auf die Reise, kundig begleitet von Werner Jahr, Mitglied des Partnerschaftskomitees.

In Brasschaat stießen Anita, Bert, Carina, Christel und Dirk zu uns,

Unsere Gastgeber Carina, Dirk, Anita, Bert und verdeckt Christel

Unsere Gastgeber Carina, Dirk, Anita, Bert und verdeckt Christel

um uns zum Frühstück im Sozialprojekt „Perron Noord“ zu begleiten. Der Perron Noord ist sehr schön in einem Waldstück gelegen, von dem aus mensch mit einer Art Draisine, auf einem alten Militärbahngleis, rund 10 km strampeln, bzw. sich fahren lassen kann. Gleich nebenan befindet sich ein kleiner Flugplatz, der im Kalten Krieg militärisch genutzt wurde, und jetzt für Segelflieger und Kleinflugzeuge zur Verfügung steht.

Im Landeanflug

Im Landeanflug

Eine Draisine

Eine Draisine

Perron Noord

Perron Noord

Nach erfolgter Stärkung mit belegten Brötchen und Kaffee ging es auf eine Rundfahrt durch die 7 Stadtteile von Brasschaat. An dieser Stadt ist mir auch diesmal wieder das viele Grün aufgefallen. Und besonders in Erinnerung geblieben ist mir, dass es da eine Grundschule gibt, deren Schülerinnen und Schüler während des ganzen Jahres ohne Fenster, also in offenen Räumen, unterrichtet werden. Diese Kinder sollen ganz besonders gesund und widerstandsfähig sein. Außerdem gibt es in Brasschaat über 80 Sportvereine. Nach einem kurzen Halt an der 100 Jahre alten Lourdesgrotte

Madonna der Lourdeskapelle

Madonna der Lourdeskapelle

von Brasschaat fuhren wir mit dem Bus weiter nach Antwerpen.

In Antwerpen dann, stand der Besuch des De Koninck Biererlebniszentrum auf dem Programm, das in die 180jährige Stadtbrauerei De Koninck integriert ist. In neun interaktiven Räumen wird der Besucher mit der Geschichte der Brauerei konfrontiert und über die Herstellung des Bieres informiert. Am Ende des Rundganges erhält jeder Besucher eine Kostprobe von drei verschiedenen Brauerzeugnissen.

Begrüßsungsraum

Begrüßsungsraum

Die Gründer und heutigen Besitzer erzählen ihre Geschichte

Die Gründer und heutigen Besitzer erzählen ihre Geschichte

So entsteht Bier

So entsteht Bier

Blick auf Braukessel

Blick auf Braukessel

Die Probiergläser

Die Probiergläser

Von der Brauerei aus fuhr der Bus, vorbei am „Schmetterlingsgebäude“,

Schmetterlingsgebäude

Schmetterlingsgebäude

zur Altstadt von Antwerpen.

Hausverzierung

Hausverzierung

Das Rathaus mit Brabo-Brunnen

Das 450 Jahre alte Rathaus, mit Brabo-Brunnen

Detail vom Rathaus

Detail vom Rathaus

Hier hatten die Teilnehmer, bis zur Rückfahrt nach Brasschaat, wo das Abendessen im VALK Hotel Dennenhof auf uns wartete, freie Zeit zum Erkunden der Stadt. Während dieser Fahrt erzählte uns Anita wie Antwerpen zu seinem Namen gekommen ist (?):

Vor vielen, vielen Jahren, als Antwerpen nur aus der Ansammlung einiger Häuser bestand, lebte hier der Riese Druon Antigon, der von den, auf der Schelde vorbeifahrenden Schiffern Wegzoll verlangte. Wollten oder konnten sie diesen nicht bezahlen, hackte er ihnen die rechte Hand ab. Das ging so lange bis die Römer in der Gegend Fuß fassten. Unter ihnen befand sich Silvius Brabo, der diesem grausamen Spiel ein Ende machen wollte. Als er den Riesen in einem Kampf besiegt hatte, hackte er diesem die Hand ab und warf sie in die Schelde. Aus diesem „Hand werfen“ wurde mit der Zeit Antwerpen.

Brabo wirft die Hand des Riesen in die Schelde

Brabo wirft die Hand des Riesen in die Schelde

An schön gedeckten, runden Tischen ergab sich die Gelegenheit zur angeregten Unterhaltung mit den Reiseteilnehmern. Wie die Hinfahrt, verlief auch die Rückfahrt völlig problemlos, und gegen Mitternacht waren wir dann wieder, nach einem sehr schönen und interessant verlaufenem Tag, in unseren eigenen vier Wänden zurück.