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Vom Samstag letzter Woche bis Dienstag dieser Woche verbrachten wir ein verlängertes Wochenende in Trier. Einerseits wollten wir wieder einmal in dieser schönen Stadt sein, und andererseits die derzeit laufende Nero-Ausstellung besuchen, was wir dann auch beides intensiv gemacht haben.

Bis zum 16. Oktober 2016 ist die Ausstellung „NERO – Kaiser, Künstler und Tyrann“ noch in Trier zu erleben.

Ausstellungs-Katalog

Ausstellungs-Katalog

Auf drei Museen verteilt, beschäftigt sich der jeweilige Ausstellungsort mit den unterschiedlichen Aspekten Neros und seiner Zeit. Das Kombiticket für alle drei Museen berechtigt zum jeweils einmaligen Besuch eines der Museen, während der gesamten Ausstellungszeit. So hat mensch die Möglichkeit sich wirklich in aller Ruhe diese Ausstellung anzusehen.

Wir haben unsere Tour im Stadtmuseum Simeonstift begonnen. Hier stand, unter dem Titel „Lust und Verbrechen. Der Mythos Nero in der Kunst“ Neros Bild in der darstellenden Kunst im Mittelpunkt. Am Eingang begrüßte den Besucher ein riesiges Wandgemälde auf dem Nero inmitten einer bacchantischen Szene dargestellt wird.

Nero, einen Tiger führend wird hereingetragen

Nero, einen Tiger führend, wird hereingetragen

Andere Gemälde zeigen ihn, den Leib seiner Mutter Agrippina betrachtend, die er hatte ermorden lassen, oder bei der Entgegennahme des Kopfes von Octavia, seiner verbannten Ehefrau, die er ebenfalls ermorden ließ. Anhand von Filmplakaten wurde die nachzeitliche Beschäftigung mit Nero dokumentiert.

Filmplakate

Filmplakate

Im Museum am Dom war das Thema „Nero und die Christen“

Mindener Stiftskreuz

Mindener Stiftskreuz

Gegenstand der Ausstellung. Im Mittelpunkt standen die, nach dem Brand Roms, Hinrichtungen durch Verbrennung, Kreuzigung oder Tierfraß in der Arena, der als Sündenböcke auserkorenen Christen, die zur damaligen Zeit in Rom sehr verhasst waren.

Die umfassendste Würdigung Neros war im Rheinischen Landesmuseum zu sehen. Hier wurde sein ganzes Leben thematisiert und auch im zeitlichen Umfeld gezeigt. Beginnend mit seiner Erziehung durch den Philosophen Seneca und seiner Berufung zum Kaiser mit nur 16 Jahren. Zum Brand Roms, z.B., gab es Exponate von Feuerwehrartikeln und es wurde auch berichtet, dass er, Nero, der bei Ausbruch des Brandes in seiner Sommerresidenz weilte, am dritten Tag des Brandes in Rom ankam und sofort Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung einleitete. Nach dem Brand erließ er genaue Vorschriften zur Brandbekämpfung und baute eine wirksame Feuerwehr auf. Auch als Künstler trat er öffentlich auf, was allerdings in den höheren

Nerostatue in Frauenkleiedern

Nerostatue in Frauenkleidern

Gesellschaftsksreisen nicht gerne gesehen wurde. Sportlich war er ebenfalls aktiv. Aus Griechenland kehrt er mit über 1000 Siegeskränzen zurück, was allerdings weniger seiner Leistung als seiner Stellung, ein Kaiser konnte schließlich nicht verlieren, zu danken war.

Nero mit dem Lorbeerkranz

Nero mit dem Lorbeerkranz

Kopie eines Marmorporträtes

Kopie eines Marmorporträtes

 

 

 

 

 

 

 

Mein Fazit dieser Ausstellung: Imponierend und sehenswert. Es zeigt sich, dass Nero die Christen als Sündenbock für den Großbrand in Rom missbraucht hat, die Christen wiederum haben in Nero eine gute Gelegenheit gesehen ihre Märtyrergeschichte zu stärken. Nero war sehr wohl ein Tyrann, wie die meisten seiner Vorgänger und Nachfolger auch. Sündenbockpolitik ist bis in unsere Zeit üblich, und dem Größenwahn anheimfallende Diktatoren wird es wohl auch immer geben (warum fällt mir gerade Erdogan ein?).

In den beiden Museen Am Dom und Simeonstift werden mit anderen Exponaten Einzelaspekte des Nero’schen Charakters gezeigt, die allerdings schon im Landesmuseum angesprochen waren. Wenn nur wenig Zeit zur Verfügung stehen sollte, dann unbedingt das Landesmuseum aufsuchen.

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Doch nun zur Stadt Trier. An unserem Besuchswochenende fand rund um die Porta Nigra ein Handwerkermarkt statt.

Schmiede bei der Arbeit

Schmiede bei der Arbeit

Kunsthandwerk

Kunsthandwerk

Buchbinder wie zur Zeit des 16. Jahrh.

Buchbinder wie zur Zeit des 16. Jahrh.

 

 

 

 

 

Wir hatten für 3 Nächte im „Hotel Paulin“ gebucht und fanden ein ausreichend großes, sauberes, helles Zimmer und Bad vor. Das Auto konnte ich für einen moderaten Preis in der Tiefgarage einstellen.  Hier nun einige Impressionen der Stadt:

Kupferrelief von Trier zur Römerzeit

Kupferrelief von Trier zur Römerzeit

Schöner Erker mit Balkon

Schöner Erker mit Balkon

Dom

Dom

Petrusbrunnen

Petrusbrunnen

Fachwerk

Fachwerk

Porta Nigra: Stadtseite

Porta Nigra: Stadtseite

Hauptmarkt mit St. Gangolf

Hauptmarkt mit St. Gangolf

Kurfürstl. Palais mit Konstantinbasilika

Kurfürstl. Palais mit Konstantinbasilika

Abkürzung für "Heilige Maria"?

Abkürzung für „Heilige Maria“?

St. Matthias-Kirche

St. Matthias-Kirche

Bildnis in der Gnadenkapelle in St. Matthias-Kirche

Bildnis in der Gnadenkapelle in St. Matthias-Kirche

St. Matthias-Kirche, Mittelschiff

St. Matthias-Kirche, Mittelschiff

Statue über dem Apostelgrab

Statue über dem Apostelgrab

Porta Nigra: Feldseite

Porta Nigra: Feldseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher auf die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, wo wir eine Ausstellung zur Eiszeit besuchen konnten.

Oberer Schlosshof

Oberer Schlosshof

Blick auf "Deutsches Eck"

Blick auf „Deutsches Eck“

Blick auf Kastorbasilika und Talstation der Seilbahn

Blick auf Kastorbasilika und Talstation der Seilbahn

Eiszeitl. Höhlenbär

Eiszeitl. Höhlenbär

Elch

Elch

Mammut

Mammut

Auf dem Bugagelände

Auf dem Bugagelände

Bergstation der Seilbahn

Bergstation der Seilbahn

Bugagelände mit seltenem Gast: einer Biene

Bugagelände mit seltenem Gast: einer Biene