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Jetzt sind wir schon seit 8 Jahren hier und haben das Ehrenmal, bei dem jährlich am Volkstrauertag die Totenehrung stattfindet,

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Das Ehrenmal im Morgenlicht

fast täglich gesehen. Was für eine Geschichte dahinter sich verbirgt haben wir jedoch erst am diesjährigen „Tag des Offenen Denkmals“ erfahren.

Die Anlage, einem Sakralbau mit der Rundung einer Apsis nachgebildet, war zur Zeit ihrer Gestaltung alles andere als friedlich.

Der "Innenraum"

Der „Innenraum“

Heute ein einfaches, fast unscheinbares Holzkreuz, stand hier zu Beginn die Bronzestatue eines 2 m hohen Soldaten, der eine Handgranate in Richtung Frankreich wirft. Die Toten des ersten Weltkrieges wurden, bei der Eröffnung 1939, nur wenige Wochen vor dem Beginn des 2. Weltkrieges, dazu missbraucht um die nächsten Opfer zu mobilisieren. In den 1970er Jahren wurde das inzwischen errichtete Holzkreuz, von RAF-Sympathisanten abgefackelt.

Dies alles haben wir von Gregor Bendel, der diese Anlage erst beim Denkmalamt bekannt gemacht hat, erfahren. Dieser Mensch ist ein überaus kreativer und vielseitiger Kopf (s. Homepage), der uns am 11.9. auch erklärte was es mit der Veränderung der Anlage des Ehrenmales auf sich hat, sollte das Denkmalamt seinen Segen hierzu geben.

Vorgesehene Änderungen

Vorgesehene Änderungen

Ein Teil der Treppe wird zur Rampe umgebaut, so dass, entsprechend der Bewerbung für die LGS 2022, auch wirklich alle öffentlichen Einrichtungen barrierefrei sind. Neben dieser Rampe wurde ein Reptilienhabitat angelegt. Dazu Gregor Bendel: „Das Holz ist das 5-Sterne-Restaurant, die Steine das Hotel, und der Sand der Kinderhort“.

Die ganzen Änderungen wurden, zum „Tag des Offenen Denkmals“, im Trockenbau vorgenommen, damit bei einem evtl. Einspruch alles wieder in den alten Zustand zurück versetzt werden könnte. Schade war, dass nur sehr wenige Besucher vorbei kamen.