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Ausgehend von einem Rückblick zum Thema Toleranz, festgemacht an Burkaträgerinnen, richtete sich der Blick auf das im TV gelaufene Stück „Terror“ und ging zu einer Diskussion bezüglich der „Werte“ über. Dr. Ebers, Leiter der philosophischen Diskussionsrunde, machte deutlich, dass ein absolut nicht verhandelbarer, höchster Wert, durch das Bundesverfassungsgericht eindeutig festgelegt, die Menschenwürde (Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetzes) ist. Dies bedeutet auch, dass andere Menschen nicht instrumentalisiert werden dürfen, was, wie in dem Theater- und TV-Stück, durch den Piloten gemacht wurde. Dass er sich dabei in einem moralischen Dilemma befand ist eine andere Frage, kann und darf jedoch für die rein juristische Beurteilung keine Rolle spielen. Im angelsächsischen Recht wird dies teilweise anders betrachtet, da dieses auf einer utilitaristischen Sichtweise beruht.

Wie kommt es überhaupt zu Wertevorstellungen und existieren universelle Werte? Gibt es hierzu ein Naturgesetz? Es ist klar, dass für das menschliche Zusammenleben Grundregeln existieren müssen. Diese Regeln wurden von Menschen gemacht und wären daher auch änderbar, aber darüberhinaus gibt es Werte – und diese Unterscheidung scheint mir besonders wichtig – die über Volksgemeinschaften, Länder und Kontinente hinaus anerkannt sind. Hans Küng, der mit seinem „Weltethos“ einen gemeinsamen Kern, der für alle Religionen und Glaubensrichtungen verpflichtend wirkt, postuliert hierzu die „Goldene Regel“

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst

Allerdings ist auch dies eine selbsbezogene Regel, so dass auch diese nicht unbedingt den Anspruch auf universelle Gültigkeit aus sich heraus erheben kann. Ein solcher Wert ist nur dann universell, wenn er uns wichtig ist, obwohl er keinen eigenen Nutzen bringt. So kann jemand z.B. noch an der Weiterentwicklung der Erde interessiert sein, obwohl er ohne jegliche eigene Nachfahren oder Freunde, die er zurücklassen würde, stirbt.

Da dieses Thema derart komplex ist, wurde beschlossen, dass die nächste phil. Gesprächsrunde sich weiterhin damit beschäftigen wird. Dr. Ebers zitierte zum Abschluss Platon mit dem Satz

Unrecht leiden ist besser, als Unrecht tun