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Es war unsere letzte Busreise in diesem Jahr und sie führte uns, vom 11. bis 15. Dezember, wieder mit „Alfredo’s Erlebnisreisen“, in das Erzgebirge. Das Wetter war, (aufmerksame Leser meiner Reisebeschreibungen ahnen was jetzt kommt) wie immer bei unseren Busreisen, schlecht bis ging so. Unsere Reisegruppe startete bei Regen und der Regen blieb, mit Ausnahme des Rückreisetages, unser treuer Begleiter.

Unser erster Aufenthalt war in Chemnitz, dieser Stadt mit einer über 200 jährigen Industriegeschichte, deren Innenstadt im 2. Weltkrieg fast total zerstört wurde. Es ist also keineswegs verwunderlich, wenn nur noch einzelne alte Gebäude erhalten sind. Zumeist sind Neubauten aus der Nachwendezeit zu sehen. Dort hatten wir Zeit für einen Besuch des Weihnachtsmarktes, besonders schön war der historische Markt. Wir (ab jetzt ist „wir“ immer meine Frau und ich) sahen uns außerdem eine

Das neue Rathaus

Das neue Rathaus

Blick zur St. Jakobi Kirche

Blick zur St. Jakobi Kirche

Holzkrippe

Holzkrippe

Zapfstation

Zapfstation

St. Jakobi

St. Jakobi

Altes Rathaus

Altes Rathaus

Galerie am Roten Turm

Galerie am Roten Turm

Krippenausstellung in der Stadtkirche St. Jakobi an. Gegen Abend war dann Zimmerbezug im Hotel „Wilder Mann“ in Annaberg-Buchholz, der Hauptstadt des Erzgebirgkreises. Das Hotel, eines der ältesten Bürgerhäuser der Stadt, wurde 1501 erbaut und steht unter Denkmalschutz, liegt mitten in der Altstadt. Die Zimmer waren sehr schön, warm und groß und das allabendliche Buffet überaus lecker. Gleich nach dem Abendessen machten wir einen Bummel über den stilvollen und bereits mehrfach ausgezeichneten Weihnachtsmarkt.

Der nächste Tag begann mit einer Führung durch Annaberg-Buchholz, bei der wir nach 15 Minuten, des Regens und der Kälte wegen, ausgebüxt sind um uns in unserem Zimmer zu wärmen. Bei der Fortsetzung des Tagesprogramms, der Fahrt nach Seiffen, waren wir dann wieder pünktlich dabei. Auf dieser Fahrt begleitete uns der Stadtführer und erzählte zu jedem der durchfahrenen Orte, alles Bergbaudörfer, eine besondere Geschichte. So hat jeder Ort seine eigene Dorfpyramide. Oder der Engel und Bergmann im Fenster stehen für die geborenen Kinder, also Mädchen und Jungen. Das Erzgebirge ist das am dichtesten bevölkerte Gebirge. Aber auch, dass Radon aus den Felsspalten austritt und deshalb beim Hausbau stärkere Böden und Wände berücksichtigt werden müssen. Aus dem Joachimstaler der Bergstadt St. Joachimsthal (heute Jáchymov/Tschechien) in Böhmen wurde der Dollar. Der Kurort Seiffen ist auch als „Spielzeugdorf“ bekannt. Wir haben das „Erzgebirgische Spielzeugmuseum“ besucht, in dem großartige Beispiele der Handwerkskunst im Erzgebirge zu sehen sind.

Krippe und Schnitzbaum

Krippe und Schnitzbaum

Detail eines Schnitzbaumes

Detail eines Schnitzbaumes

Kunsthandwerk vom Feinsten

Kunsthandwerk vom Feinsten

Holzperlenleuchter

Holzperlenleuchter

Reifendrehen, einzig in Seiffen

Reifendrehen, einzig in Seiffen

Wohn- und Arbeitsstube

Wohn- und Arbeitsstube

Auf der Rückfahrt zum Hotel wurde noch ein Halt in der Bäckerei Lothar Melzer in Marienberg eingelegt. Zu dieser Zeit werden dort vornehmlich Stollen, dieser galt früher als Symbol des Christkindes in Windeln, hergestellt, die unsere Gesellschaft in verschiedensten Variationen verkosten konnte.

In der Weihnachtsbäckerei

In der Weihnachtsbäckerei

Am dritten Tag brachte uns der Bus nach Cranzahl. Von dort ging es mit der historischen Fichtelbergbahn nach Oberwiesenthal. Jürgen, auch auf dieser Reise wieder unser Fahrer und Reiseleiter, brachte unsere Gruppe anschließend gewohnt sicher und umsichtig hinauf auf den Fichtelberg, mit knapp 1215 m der höchste Berg im deutschen Teil des Erzgebirges. Der in Tschechien gelegene Klinovec (Keilberg) ist mit nicht ganz 1244 m der höchste Berg vom Erzgebirge. Auf dem Gipfel lag bereits Schnee, aber leider war durch dichten Nebel keine Fernsicht möglich.

Auf dem Programm des vierten Tages stand der Besuch einer der, trotz Pegida, für mich, schönsten Städte Deutschlands auf dem Programm. Die Fahrt ging nach Dresden. Hier stieg wieder ein Stadtführer zu, der sich, wegen des Dauerregens, auf eine Stadtrundfahrt beschränkte. Vorbei an allen Sehenswürdigkeiten und den schönen alten Villen, über „das Blaue Wunder“ und die „Waldschlößchenbrücke“. Letztere ist Ursache für den Verlust des „Weltkulturerbes“ der Stadt. Nach der Stadtrundfahrt war noch genügend Zeit für eigene Wege, die wir, glücklicherweise war mal gerade eine kleine Regenpause, dazu nutzten kurz den berühmten „Striezelmarkt“ zu besuchen. Dort weckte ein seltsames Schild meine Neugierde, denn darauf wurden „Weihnachtskatzen und Ziegenbeine“ angezeigt. Auf Nachfrage zeigte uns die Kioskfrau was dahinter steckte. Weihnachtskatzen sind kleine Katzenfiguren mit Weihnachtsmütze und Ziegenbeine werden die Crottendorfer selbst genannt und auch die Räuchermännchen, von denen eines nun bei uns zu Hause steht. Als der Regen wieder einsetzte flüchteten wir in die „Altmarktgalerie“ und anschließend in das „Wiener Kaffeehaus“. Im letzteren haben wir uns kalorienreich, mit Eierschecke und Kapuziner bzw. Schwedeneisbecher (2 Kugeln Vanille, 1 Kugel Schokolade,  Eierlikör, Apfelmus und Sahne) an der Wärme und Trockenheit erfreut. Zum Abschied von Dresden machten wir noch einen Halt in einem Irish Pub. Eigentlich wollte ich einige Bilder von unserem früheren Aufenthalt (bei fantastischem Wetter) in Dresden einfügen. Aber letztendlich habe ich mich dazu entschlossen hier nur das zu zeigen was ich bei dieser Reise auch gesehen habe (s. folgende Fotogalerie).

Auf der Rückfahrt machte unsere Reisegesellschaft noch einen Halt in Erfurt. Wir haben uns sehr gefreut diese so wunderschön renovierte und restaurierte Stadt wieder zu sehen, in der wir vor einigen Jahren eine Woche verbracht hatten. Damals waren wir besonders intensiv in den Parkanlagen der ehemaligen IGA unterwegs. Diesmal hielten wir uns nur in der Innenstadt auf, und der für diese Zeit obligatorische Weihnachtsmarkt war selbstverständlich auch kaum zu umgehen. Wir gingen jedoch erst mal etwas essen und besuchten hierfür das Restaurant „Fellini“ am Fischmarkt. Die Minestrone war etwas dünn, aber die Pizza grandios. Ich kann mich nicht erinnern je eine bessere gegessen zu haben. (Auch hier verkneife ich mir Bilder von unserem früheren Aufenthalt zu bringen)

Mein Fazit. Trotz des Wetters war auch diese Reise gelungen. Das Erzgebirge ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vielleicht zu einer anderen Jahreszeit. Aber all die Lichter und Weihnachtsmärkte waren auch reizvoll und sind halt nur im Dezember zu sehen.