Schlagwörter

, , , , , , ,

Thomas Scheytt

Mit Thomas Scheytt konnten wir am Donnerstag einen unserer Lieblingskünstler im Augustinum begrüßen. Allenthalben verspürte mensch die Vorfreude auf diesen Abend und diese wurde, wie nicht anders zu erwarten, auch nicht enttäuscht. In seinem knapp 1 1/2stündigen Programm versprühte er wieder reine Spielfreude.

Den Auftakt machte „Walking Bass“ und es muss keineswegs ein Kontrabass sein, wenn ein so versierter Jazz-Pianist am Instrument sitzt. Es folgten zwei Blues-Stücke. Besonders gut hat mir das zweite gefallen, bei dem sich für mich der Eindruck entwickelte, dass immer wieder eine neue Annäherung gesucht wurde. Beim folgenden „The Blues in My Soul“ wurde ein Suchen und sich Finden in geradezu spürbarer Form ausgedrückt. Eine Erinnerung an den Jazz-Pianisten Hans-Jürgen Bock war Thomas Scheytt auch diesmal wichtig, der ihm, nach seinen eigenen Worten, so viel bedeutet hat und dem er viel verdankt. Dies tat er mit dem Stück „Ragtime for Carousel“. Eine Boogieversion von Meade „Lux“ Lewis‘Honky Tonk Train Blues“ folgte und danach spielte Thomas Scheytt seine berührenden Stücke „Out of the Dark“ und „Morning Dance“. Obwohl schon öfter gehört sind diese Stücke immer wieder neu. Mehr noch als in der Klassik führen momentane Interpretationen zu ganz unterschiedlichen Hörerlebnissen. Es folgte eine weitere Blues-Eigenkomposition, bevor es mit dem „Boogie Woogie Stomp“ von Albert Ammons zur Zugabe kam. Ganz zum Schluss wurde das Publikum noch mit dem Gospel „Put Your Hand in the Hand“ zum Mitklatschen und Mitsummen (-singen, -brummen) eingebunden.