Allerlei – kein Einheitsbrei

Manche Wochen sind so angefüllt mit interessanten Ereignissen, dass ich gar keine Zeit habe jedes davon mit einem eigenen Beitrag zu würdigen. Deshalb mal einfach eine Zusammenfassung der letzten Woche:

Montag 20.3.2017: Vortrag Dr. H.J. Pieper „Freiheit, Pflicht und Menschenwürde – Wie aktuell ist Kants Moralphilosophie?“

Professor Pieper von der Universität Bonn hat in Zusammenarbeit mit der KVHS-Ahrweiler den oben genannten, bebilderten Vortrag gehalten. Glücklicherweise hatten wir durch unseren Mitbewohner Norbert Weis (s.meine Beiträge „Zankapfel Moral I-III) ausreichend Vorkenntnisse, so dass der Kant’sche Kosmos kein Neuland war. Zuerst stellte Prof. Pieper den Menschen Kant vor um danach die verschiedenen Begriffe, besonders aus den Werken „Kritik der reinen Vernunft“ und „Kritik der praktischen Vernunft“ zu erläutern. Das Fazit war eindeutig. Kant wirkt bis in unsere Zeit und ist nach wie vor aktuell.

Mittwoch 22.3.2017: Cinema Paradiso

An diesem Abend war im Theatersaal der 1988 entstandene, wunderbare Film „Cinema Paradiso“ von Giuseppe Tornatore zu sehen. Die Großelterngeneration unserer heutigen Jugend kann sich noch sehr gut an ruckelnde Bilder, Filmrisse und lange Pausen für die Neueinrichtung des Projektors erinnern. Unsere neue Kulturreferentin Frau Andrea Stilper ließ es sich nicht nehmen mit einem zeitgemäßen Bauchladen Popkorn und Schokolade zu verteilen.

Frau Stilper versorgt ihre Kunden

Freitag 24.3.2017: Beste Freundinnen

Dieser Abend war einer Aufführung des Studio B7 gewidmet. Dieses, 2011 gegründete Studio hat sich mit innovativen Eurythmie-Theaterstücken in der Schweiz und Deutschland einen Namen gemacht. Seit 2015 tourt die Gruppe mit dem Stück „Beste Freundinnen“ durch die Lande. Während Christiane Görner, begleitet von Ivan Antonic mit dem Akkordeon, Chansons und Lieder aus den 1920er bis 1950er Jahren vortrug – unter anderem ein „Geistliches Lied“ von meiner Lieblingsdichterin Mascha Kaléko – tanzten und persiflierten Dorothea Maier und Ulrike Wendt die Texte. Zum Schießen war die „Grammophonstimme“ bei „Oh Donna Clara“.

Oh Donna Clara

Und mit „Stroganoff“ von Friedrich Hollaender wurde klar wie es zum  „Boeuf Stroganoff“ gekommen ist. Ein herrlich leichter und fröhlicher Abend.

Samstag 25.3.2017: Andernach

Wer wollte bei einem solch herrlichen Sonnentag schon zu Hause sitzen? Wir (meine Frau und ich) jedenfalls nicht und so fuhren wir nach Andernach, der „Essbaren Stadt“. Dieser Begriff kommt daher, dass in Andernach die Grünflächen mit Gemüse und Obst bepflanzt werden, die von den Bürgern gepflegt und abgeerntet werden. Vom Bollwerk,

Die alte Rheinzollbastion

einer alten Rheinzollbastion, die 1659-1661 von den kurkölnischen Landesherren errichtet wurde und heute ein Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege ist, bis zum „Alten Krahnen“,

Der Alte Krahn

ein historischer Hafenkran aus dem 16. Jh.,  führt ein sehr schöner Fußweg den Rhein entlang.

Am Alten Krahn sind die Hochwassermarken zu sehen

Sonntag 26.3.2017 Bendorf-Sayn 

Auch dieser Tag war einfach zu schön um zu Hause zu bleiben. In der Landesschau Rheinland-Pfalz war am Vortag ein Bericht über die Messe „Werte 2017“, Werkstätten traditioneller Handwerkskunst, zu sehen. Das Besondere für uns war, dass die Messe in der renovierten, historischen Gießhalle

auf dem Denkmalareal Sayner Hütte stattfand. Eine gute Gelegenheit dieses Bauwerk, das 1828-1830 aus vorgefertigten gusseisernen Bauteilen errichtet wurde, zu besichtigen und zu bewundern.

Montag 27.3.2017 Abschied 

18 Jahre war Frau Corinna Rossmy

Frau Rossmy, in sich versunken der Musik lauschend

Kulturreferentin des Augustinum Bad Neuenahr. Fast 9 Jahre haben wir davon miterlebt und wir können nur dankbar sein für all die kulturellen Genüsse, die durch sie in das Haus gekommen sind. Neben großartigen klassischen Musikaufführungen gab es aber auch ganz andere, völlig neuartige Erlebnisse, ich erinnere nur an das „Daumenkino“, die wir ohne sie wohl nie gehabt hätten. Zu ihrem Abschied hatte Frau Rossmy das befreundete Duo Stephan Maria Glöckner und Winfried Schuld

Das Duo Klöckner Schuld

eingeladen, das auch schon oft im Augustinum gastiert hatte. Es war ein stimmungsvoller und auch bewegender Spätnachmittag, als sich Frau Rossmy von den Bewohnern verabschiedete und die Lobens- und Segensworte von der Stiftsdirektorin, dem Pfarrer und dem Bewohner Wolfgang Meisen waren mehr als angebracht. Frau Rossmy wird etwas ganz neues anfangen, das mit ihrer bisherigen Tätigkeit nicht viel gemein hat. http://www.urkraft-der-pferde.de/termine-2017.html Alles Gute auf Ihrem weiteren Weg!

3 Gedanken zu „Allerlei – kein Einheitsbrei

  1. Andernach besuchen wir ziemlich regelmäßig und hatten im vergangenen Jahr das Glück, am Tag des offenen Denkmals das Kranhaus mir einer sehr versierten Führung besichtigen zu können. Einfach beeindruckend und für uns sehr informativ.

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  2. Ich muss hier etwas angeben: den Kran von Andernach sah ich erstmalig im Sommer 1950 auf einer Radtour von Duisburg bis Bacharach. Aber in Andernach ist es immer noch schön und in Sayn auch. Cinema Augustinum mit „Paradiso“ habe ich auch besucht. Sehr schön das Bild von Andrea Stilper mit Bauchladen – eine gute Idee, bitte wiederholen! Popcorn schmeckte noch Tage später! – Der Eurythmie-Abend war übrigens sehr gut, leider zu schwach besucht; aber – wie schon von brandy erwähnt – es wurde fast zuviel geboten – wollen wir aber nicht offiziell sagen, es ist ja auch sehr schön! Sehr schön auch das Bild von Corinna Rossmy, so gut fotografiert und „gekleidet“ habe ich sie selten gesehen, wenn ich das so sagen darf.

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