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Das im Jahr 1984 gegründete Kammerorchester „Sinfonietta Köln“ gastierte am 28.4. zum 30. mal im Augustinum Bad Neuenahr. Seit 30 Jahren also, betonte unsere Kulturreferentin Andrea Stilper, hält das Orchester dem Augustinum, und die Zuhörer dem Orchester, die Treue. Cornelius Frowein, der Leiter des Ensembles meinte dazu: „Bald werden einige von uns auf Ihrer Seite des Saales sitzen“.

Cornelius Frowein begrüßt die Zuhörer

Das Programm selbst bot wieder einen großartigen Konzertgenuss. Die Solisten des Orchesters waren Cosima Breidenstein – Violine I (veröffentlichte unter anderem das Hörbuch „Abenteuer Klassik, Bach“), Karel Walravens – Violine II (auch Leiter der Musikschule Troisdorf), Dmitry Pichugin – Viola (auch Direktor der Akademie für Musik am Rhein), Hans-Georg Kraft – Kontrabass. Leicht und heiter kam die „Serenata notturna D-Dur KV 239“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) daher. Hoch flog die Seele bei Carl Philipp Emanuel Bachs (1714-1788) „Concerto in d-Moll“ für Flöte, Streicher und B.c. (Generalbass). Das Orchester agierte mit ganzem Einsatz, selbst die Notenblätter flogen mit, und die Solistin Xueqing Wang (Flöte) spielte, ja lebte das Stück in wundervoller Weise.

Das Orchester un die Solistin Xueqing Wang

Nach der Pause wurden 6 „Bagatellen aus op. 11“ von Béla Bartók (1881-1945), in der sehr schönen Bearbeitung für Streicher und Schlagwerk von Cornelius Frowein, aufgeführt. Es waren das „Allegro giocoso“, „Grave“, „Vivo“, „Allegro“, „Lento funebre“ und „Valse (Ma mie qui dance)“. In dieser Musik hörte mensch das 21. Jh. mit dem Maschinenzeitalter.

Der Programmabschluss gehörte wieder W. A. Mozart mit der „Serenade G-Dur KV 525“ (Eine kleine Nachtmusik). Wer da nicht verzaubert wurde und in Gedanken die Menuett-Tänzer in ihren Rokokogewändern sah hatte wohl nicht richtig zugehört.

Die begeisterten Zuhörer, die in großer Zahl erschienen waren, trotzten dem Orchester an diesem Abend gleich zwei Zugaben ab.