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Am letzten Freitag spielte  das DUO CONCERTANTE, nach einem Interview im WDR Köln, auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler, im Augustinum. Dieses kanadische Duo, in St. John (Canada-NB) zuhause, bestehend aus Nancy Dahn, Violine, und Timothy Steeves, Klavier, befindet sich derzeit auf einer Europa-Tournee. Im nächsten Monat wird es wieder in Kanada auftreten. Den Namen Duo Concertante leiten die Beiden von der Spielanweisung in Beethovens „Kreutzer“-Sonate ab, die da lautet: „in stilo molto concertante“. Nancy Dahn und Timothy Steeves treten weltweit auf und geben ihr immenses Können in Meisterkursen weiter.

Nancy Dahn und Timothy Steeves zu Konzertbeginn

Im Augustinum standen Brahms (1833-1897), J. S. Bach (1685-1750) und César Franck (1822-1890) auf dem Programm. Zuerst erklang die „Sonate in A-Dur, op. 100“ von Johannes Brahms mit den Sätzen „Allegro amabile“, „Andante tranquillo“ und „Allegretto grazioso“ (quasi Andante). Beim ersten Satz klang für mich das Piano etwas zu laut und machte es der Violine schwer sich zu behaupten. Im Verlauf des weiteren Spiels aber fanden sich beide und das gesamte Konzert war von einer großartigen, innigen Harmonie geprägt. Ausdruck eines gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens. Kein Wunder, dass beide Künstler nicht nur musikalisch verbunden sind, sondern auch ihr Leben mit zwei Kindern gemeinsam führen.

Das zweite Stück des Abends war die „Sonate in h-Moll, BWV 1014“ von J. S. Bach. Der erste Satz ein „Adagio“, der zweite ein „Allegro“. Und dieser zweite Satz war für mich ein Highlight. Es war einfach himmlische Musik. Der dritte Satz dann ein „Andante“ und der vierte wieder ein „Allegro“, ebenso schön wie das erste.

Auf Bach folgte César Franck mit seiner „Sonate in A-Dur“ mit den Sätzen „Allegretto moderato“, „Allegretto“, „Recitative-Fantasia: moderato“ und „Allegretto poco mosso“. Das „Allegretto moderato“ weckte in mir die Assoziation eines Ansteigens auf einen riesigen Berg, mit immer wieder neuen Anläufen. Das „Allegretto“ des zweiten Satzes erforderte eine technische Höchstleistung der beiden Künstler. Gerade in diesem Satz war eine perfekte Harmonie und Übereinstimmung vonnöten, die auf bewundernswerte Weise demonstriert wurde. Den Abschluss bildete das „Allegretto poco mosso“, das heiter und hell erklang.

Als Dank an die begeistert applaudierenden Zuhörer, deren Zahl leider wieder mal sehr übersichtlich war, spielte das Duo noch den „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan (1903-1978), ein Satz aus dem Ballett „Gayaneh“.

… und während des Spiels

Nach dem Konzert hatten einige interessierte Zuhörer die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den beiden überaus sympathischen Künstlern, wobei sich herausstellte, dass Timothy Steeves ausgezeichnet die deutsche Sprache beherrscht.