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Unser erstes Ziel, das „City Hotel Am Wasserturm“ in Halle, erreichten wir am späteren Nachmittag, wo wir an der Rezeption herzlich empfangen wurden. Warum sich das Hotel so nennt wurde auf den ersten Blick klar.

Wasserturm Nord

Noch immer war ja „Tag des offenen Denkmals“, und so haben wir nur schnell unsere Koffer ausgepackt um zu dem, am Ende der Straße gelegenen, Denkmal zu gelangen. Der imposante Wasserturm, einer von dreien in Halle, mit einer Höhe von 54 Metern, war in den Jahren 1897 bis 1899 erbaut worden. Aufgrund des Denkmaltages war der Turm auch innen zu besichtigen. Der Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1500 m3 wurde nach dem Prinzip des Bauingenieurs Otto Intze konstruiert und hat einen Durchmesser von 13 m sowie eine Höhe von 11 m. Seit 1956 außer Betrieb, wurde der Turm in den Jahren 1992 bis 1999 aufwendig saniert. Ab 2006 erfolgte ein Rückbau der nachträglich eingebauten Elemente. Heute befindet sich der Wasserturm in seinem ursprünglichen Zustand. (alle folgende Bilder sind durch Klick zu vergrößern)

Der imposante Turm

Halle, die Geburtsstadt Georg Friedrich Händels (1685-1759), der sein Leben lang Kontakt zu seiner Heimatstadt hielt.

Händel-Denkmal auf dem Marktplatz

und auch des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher (1927-2016), ist eine Stadt der Kultur mit beachtenswerten Sehenswürdigkeiten. Besonders eindrücklich haben wir das Museum im Händelhaus erlebt. Hier wurden historische Musikinstrumente gezeigt und „Händel – der Europäer“, eine Dauerausstellung mit vielen Dokumenten, Bildern und Tonbeispielen.

Händels Geburtshaus mit Museum

Der Knabe Händel wird mitten in der Nacht beim üben überrascht

Klavierharfe um 1890

Der Innenraum einer Orgel

Schautafel Geigenbau

Schautafel Trompetenbau

Stockgeige

besonders schönes Exemplar eines Pianos

Den Zweiten Weltkrieg hat die Stadt fast unbeschadet überstanden, so dass ihr städtebaulicher Charakter erhalten blieb. Die Häuser sind zumeist renoviert. Aber natürlich finden sich dazwischen immer wieder sanierungsbedürftige Bauten. (erstes Bild anklicken)

Die Oberburg Giebichenstein, in 89 m  NN über der Saale gelegen, ist eine Gründung aus dem 12. und 13. Jhdt. Seit dem Jahr 1369 wurde die Burg sehr intensiv von den Erzbischöfen Magdeburgs genutzt. Sie stellten hier alle Urkunden aus und ab 1382 war die Burg Hauptresidenz der Erzbischöfe. Vom Jahr 1402 an verstarben alle Bischöfe auf der Burg. Ihre Bedeutung verlor sie 1514 mit dem Umzug der Bischöfe nach Halle. Im 30jährigen Krieg besetzten die Schweden die Oberburg und seither wurde sie nicht mehr genutzt. Die Unterburg wurde 1445 bis 1464 errichtet. Heute befindet sich dort, seit 1921 ist die Stadt Halle Eigentümerin der Burg, die Kunsthochschule Halle, die 1915 auf der Burg gegründet worden war. Joseph von Eichendorff (1788-1856) besang die Burg Giebichenstein

Bei Halle

Da steht eine Burg überm Tale
Und schaut in den Strom hinein,
Das ist die fröhliche Saale,
Das ist der Giebichenstein.
 
Da hab ich so oft gestanden,
Es blühten Täler und Höhn,
Und seitdem in allen Landen
Sah ich nimmer die Welt so schön!
 
Durchs Grün da Gesänge schallten,
Von Rossen, zu Lust und Streit,
Schauten viel schlanke Gestalten,
Gleich wie in der Ritterzeit.
 
Wir waren die fahrenden Ritter,
Eine Burg war noch jedes Haus,
Es schaute durchs Blumengitter
Manch schönes Fräulein heraus.
 
Das Fräulein ist alt geworden,
Und unter Philistern umher
Zerstreut ist der Ritterorden,
Kennt keiner den andern mehr.
 
Auf dem verfallenen Schlosse,
Wie der Burggeist, halb im Traum,
Steh ich jetzt ohne Genossen
Und kenne die Gegend kaum.
 
Und Lieder und Lust und Schmerzen,
Wie liegen sie nun so weit –
O Jugend, wie tut im Herzen
Mir deine Schönheit so leid.

Ringmauer und Flankierturm

Flankierturm an der Unterburg

Kornhaus in der Unterburg

Torturm der Oberburg

Auf der Oberburg

Blick von der Burg zur Saale. Ganz rechts das Wirtshaus „Zum grünen Kranze“

Blick von der Saale zur Burg

Der einzige Bergzoo Deutschlands liegt in Halle und das war auch einen Besuch wert. Der Zoo wurde 1901 gegründet.

Denkmal Christian Reil, der dem Berg den Namen gab, und Aussichtsturm im Zoo

Vom Zooberg über die Stadt

Vom Zooberg über die Stadt

Murmel

Leguan

Die Löwin sieht irgendwie traurig aus

Lisztaffe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Vorabend unserer Abreise besuchten wir Deutschlands ältestes Varieté, das Steintor-Varieté. Dieses Varieté wurde 1889 eröffnet aber es gab schon früher in der bisherigen Reithalle Aufführungen. An diesem Abend feierte das Kabarett „Die Kiebitzensteiner“ sein 50jähriges Bestehen.

Bühne mit dem Reiner Schock Trio

Als Gratulanten traten Künstler aus anderen Kabaretts und Solisten auf: (Bilder aus dem Programm des Abends) „Leipziger Pfeffermühle“; „Obelisk Potsdam“; „Die Kugelblitze“; und Moderatoren von „Die Kiebitzensteiner“ Jürgen Seydewitz, Reinhard Straube, Matthias Brenner und Helmut Rosenkranz, sowie die Vokalgruppe „Java Five“. (eine supertolle Gruppe)Es war ein pfeffriger, würziger und mit viel Lachen verbundener Abend. Ein richtig gelungener Abschied aus dieser interessanten Stadt.