Hirngespinste?

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 die Grenze für Flüchtlinge öffnete, kam im selben oder einem späteren Nachrichtenblock auch die Meldung, dass in der folgenden Woche das Friedens-Nobelpreis-Komittee über den neuen Preisträger befinden würde. „Honi soit qui mal y pense“ dachte ich bei mir – oder, drastisch frei übersetzt: „Nachtigall ick hör dir trapsen“.

Zum derzeitigen Polittheater lieferte schon Goethes Zauberlehrling den Kommentar: „Die ich rief die Geister werd ich nun nicht los.“

Und zur Gesamtsituation in Deutschland meinte Heinrich Heine in seinen Nachtgedanken

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.“