Rügen – der Süden

Am zweiten Tag der Rügenreise fuhren wir zunächst in die ehemalige (bis 1325/26) Fürstenresidenz Putbus. Dort besuchten wir zuerst den Schlosspark und die Überreste des ehemaligen Fürstenschlosses, das 1962 gesprengt und von dem die Überreste 1964 abgetragen wurden.

Christus-Kirche (Schlosskirche) Putbus, ehemals Kursaal

Nach einem Bummel um den Marktplatz

fuhren wir mit dem Bus zunächst nach Lauterbach, wo vom Hafen aus ein Blick zur Insel Vilm möglich war. Der Fürstliche Yacht-Club Putbus, gegründet 1925, stellte hier 1931 für seine Schirmherrin, Fürstin Marie zu Putbus, einen Gedenkstein auf.

Erinnerung an Marie zu Putbus

Anschließend ging es zurück zum Bahnhof Putbus. Dort bestiegen wir den „Rasenden Roland“, eine Schmalspurbahn, die über Binz nach Sellin fährt. Unsere Reiseleiterin fügte zu dem Zug diese unglaublich aber wahre Geschichte an: „Um ein besonders interessantes Foto zu machen, forderte ein Tourist seine Frau auf sich auf die Gleise zu stellen, damit er sie beim Einfahren des Zuges aufnehmen kann. Die liebe Frau (war sie dumm, vertrauensselig oder hörig?) tat wie geheißen. Obwohl der Zugführer sofort eine Notbremsung einleitete kam der Zug nicht mehr rechtzeitig zum stehen und die Frau erlag ihren Verletzungen“.

In Sellin hatten wir Gelegenheit die prachtvolle Seebrücke, mit 394 m die längste der Insel, zu beschreiten und zu besichtigen. Der erste Ausleger war mit lediglich 60 m geplant. 1906 wurde die erste Seebrücke mit riesigen 508 m eröffnet. Nach zweimaliger Zerstörung durch Eis, nur das Brückenhaus blieb erhalten, das aber 1978 ebenfalls abgerissen werden musste, wurde 1992 der Wiederaufbau der Brücke (wesentlich unterstützt durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker) begonnen und 1996 eröffnet. Das renovierte Brückenhaus wurde 1998 seiner gastronomischen Bestimmung übergeben.

Entlang des Weges zur Brücke waren noch einige interessante Motive zu sehen.

Da ist wohl besondere Vorsicht geboten

Badenixe

Die Kurverwaltung

Über die Deutsche Alleenstraße fuhren wir dann, zu einem Kaffee-Aufenthalt, nach Klein Zicker, zwischen Greifswalder Bodden und der Zicker See gelegen, einem Dorf mit gerade mal 100 Einwohnern, und anschließend über Middelhagen ins Hotel zurück.

 

7 Gedanken zu „Rügen – der Süden

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