Rügen – Insel Hiddensee

Für den dritten Tag war die Fahrt zur Insel Hiddensee, autofrei und nur von rund 1000 Einwohnern besiedelt, programmiert. Mit dem Bus fuhren wir nach Schaprode, von dessen Hafen aus die Überfahrt starten sollte. Hier warf ich einen Blick in die St. Johannes-Kirche (13. Jhdt.), eine der ältesten Kirchen Rügens, deren Altar und die sehr schöne Kanzel aus dem 18. Jhdt. stammen. Das Triumphkreuz stammt gar aus dem ausgehenden 15. Jhdt., als die Kirche zum Ziel einer Marienwallfahrt wurde. Die recht einfache Orgel ist ein Werk des Orgelbauers Knauf aus dem Jahr 1895.

Hier steht auch das längste Reetdachhaus, das ich bislang gesehen habe.

Haus, fast, ohne Ende

Nach Ankunft der Fähre in Vitte auf Hiddensee bestiegen die ganze Gesellschaft drei für uns reservierte Kutschentaxis, die uns nach Kloster brachten.

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Kloster ist ein Ortsteil der Gemeinde Insel Hiddensee. Der Name geht auf das ehemalige Zisterzienser-Kloster zurück, das von 1295-1536 bestand und in der Nähe des heutigen Hafens lag. Das Kloster wurde mit der Reformation aufgehoben.

Nach einem einfachen Mittagsmahl besuchten meine Frau und ich das Gerhart- Hauptmann-Museum.

Anschließend suchten wir die Inselkirche und den -friedhof auf.

Das Grab von Gerhart Hauptmann, der von 1930 bis 1943 jedes Jahr den Sommer auf der Insel verbrachte, befindet sich auf dem Inselfriedhof. Ein ganz einfacher Stein mit dem Namen des Dichters markiert seine Ruhestätte. OLYMPUS DIGITAL CAMERANatürlich erinnert Hauptmann, Hiddensee und Thomas Mann auch an das Zerwürfnis der beiden großen Männer und an die überzeichnete Figur von Mynheer Peeperkorn, aus dem Roman „Der Zauberberg“, in dem sich Hauptmann selbst erkannte.

Am Nachmittag verbrachten wir dann im Hafen von Kloster mit Schauen und Warten auf die Fähre zurück nach Schaprode. Ein weiterer, wunderschöner Tag ging dem Ende zu.