Duo Appassionata

2002 gründete Isabel Steinbach, Violine, zusammen mit Pervez Mody, Klavier, das Duo Appassionata. Seither treten die beiden Künstler in den Konzertsälen und Schlössern von Österreich, der Schweiz und Deutschland auf.

Isabel Steinbach und Pervez Mody bei der Information zu den Werken

Isabel Steinbach, ist bereits in jungen Jahren als Solistin und Orchestermusikerin aufgetreten. Mit Ihrer Schwester Regina Steinbach konzertiert sie von Jugend an im „Violinduo Il Suono Vero“. Pervez Mody, der in Bombay (Indien) geborene und jetzt in Deutschland lebende Pianist wurde schon im Kindesalter von 4 Jahren musikalisch ausgebildet. Seit 2012 gehört der Musiker zu den Steinway-Künstlern. Der Klaviervirtuose konzertiert in Europa, Asien und Südamerika. Unter anderem spielte er das gesamte Klavierwerk von Alexander Skrjabin (1872-1915) ein. Und seit 2016 führt er in Berlin das von Ludwig van Beethoven (1770-1827) auf. Am 30. August gastierte das Duo im Augustinum Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Von dem norwegischen Dramatiker und Lyriker Henrik Ibsen (1828-1906) erschien 1867 das dramatische Gedicht Peer Gynt, das auf der Vorlage der norwegische Feenmärchensammlung von Peter Christen Asbjørnsen beruhte. Edvard Grieg (1843-1907) vertonte das zum Theaterstück umgearbeitete Gedicht auf Wunsch von Ibsen und dieses wurde 1876 uraufgeführt. Weil Grieg jedoch der Meinung war, dass sein Werk außerhalb Norwegens keinen Zuspruch erhalten würde, stellte er aus seiner Musik zwei Orchestersuiten zusammen, die 1888 und 1891 erstmals aufgeführt wurden.

Das Duo Appassionata begann sein Konzert mit Auszügen aus den „Peer Gynt Suiten 1 und 2“ in einer speziellen Bearbeitung für Violine und Klavier durch den Komponisten Hans Sitt (1850-1922).

Aus der 1. Suite war „Morgenstimmung“, der erste Satz dieser Suite zu hören, ein überaus oft übernommenes Stück. Es folgte „Anitras Tanz“ und „In der Halle des Bergkönigs“, eine sehr häufig adaptierte Melodie (zuerst in Fritz Langs Film „M“). Aus der 2. Suite erklang das dramatische Stück „Peer Gynts Heimkehr“, gefolgt von „Solvejgs Lied“. Ich kenne keine schönere Hymne für die Liebe als diese wunderschöne, berührende Melodie.

Etwas ganz anderes waren die folgenden Altwiener Tanzweisen „Schön Rosmarin“ und „Liebesleid“ des Wiener Violinisten und Komponisten Fritz Kreisler (1875-1962). Mich versetzte die Musik in ein Wiener Caféhaus. Das erste Stück war Kaffee Melange und das zweite entsprach einem Braunen.

Die Rumänischen Volkstänze 1915 in 6 Sätzen, des ungarischen Komponisten, Pianisten und Musikethnologen Béla Bartók (1881-1945), folgten komplett. Besonders der sechste Satz „Allegro“ forderte den vollen Einsatz beider Künstler.

Manuel de Falla (1876-1946) schrieb in den Jahren 1914-1915 die Suite populaire espagnole. Die für Gesang und Klavier komponierten Stücke erklangen in einer Bearbeitung für Violine und Klavier. „El Pano moruno“, „Nana“ (einWiegenlied), „Cancion“ (Chanson), „Polo“ (ein wildes Stück) „Asturiana“ und „Jota“ (mein Lieblingsstück davon) waren die Sätze dieser insgesamt sehr schönen Musik.

Jascha Heifetz (1901-1987) war einer der bekanntesten Violinisten des 20. Jhdt. Er arrangierte aus der Oper Porgy and Bess von George Gershwin (1898-1937) unter anderen die Stücke „Summertime“, „A Women is a Sometime Thing“ und „It Ain’t Necessarily So“. Diese wurden an diesem Abend vom Duo Appassionata  mit offensichtlicher Spiellaune vorgetragen.

Zum Programmabschluss spielten Isabel Steinbach und Pervez Mody das Stück „Habanera“ von Maurice Ravel (1875-1937), einem französischen Komponisten, der zusammen mit Claude Debussy (1862-1918) einer der Hauptvertreter des Impressionismus in der Musik war. Nach diesem folgte „Tzigan“, eine Rhapsodie für Violine und Klavier. Ein ganz tolles Stück, das mit einer langen Solopartie für Violine beginnt. Es gehört zu den anspruchsvollsten Werken der virtuosen Violinliteratur und wurde von Isabel Steinbach hervorragend gespielt. Danach setzte Pervez Mody mit seiner klangreichen Klavier-Begleitung ein. Ich muss mich einfach wiederholen: ein ganz tolles Stück.

Den beiden Künstlern war an diesem Abend gelungen ihre Liebe zur und Freude für die Musik in ihr Spiel zu übertragen und das Publikum damit anzustecken. Die beiden Zugaben wurden gerne gegeben und mit sichtlicher Freude wurde der lang anhaltende Applaus entgegen genommen.

7 Gedanken zu „Duo Appassionata

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