Bretagne – Teil V

 

*Der fünfte Tag unserer Reise*

Heute begann der Tag mit einer Fahrt nach Tréguier, einer kleinen Stadt mit rund 2500 Einwohnern, an der Mündung des Jaudy in den Ärmelkanal gelegen. Erstmals erwähnt wurde Val Trécor, wie es damals hieß, im Jahr 535, in Verbindung mit dem Mönch Trugdual, der dort ein Kloster gründete, 542 zum Bischof geweiht wurde und zu den sieben Gründerheiligen der Bretagne gehört.

Vom Parkplatz am Fluß gingen wir entlang der Rue Ernest Renan, einem Sohn der Stadt gewidmete Straße, zur Kathedrale. Renan (1823-1892) war Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler und Orientalist. 1879 wurde er in die Académie française aufgenommen. Außerdem war er Mitglied der Preußischen und Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Aufgrund seiner Aussagen zu den Semiten wurde seine Einschätzung von Moritz Steinschneider (1816-1907), der universalste jüdische Gelehrte seiner Zeit, erstmals als antisemitisch bezeichnet.

Bemerkenswert an dieser Stadt waren wiederum die prachtvollen Steinhäuser, kleinen Geschäfte und Bistros, sowie die allgemein festzustellende Sauberkeit in Frankreich.

Anschließend überraschten uns Beate, unsere Reiseleiterin, und ihr Mann mit einem bretonischen Picknick in Port Blanc (Dorf zu Penvénan gehörend). Da gab es herrliches Baguette mit der wohlschmeckenden salzigen Butter, Wurst, Käse, Cidre und zum Abschluss einen Calvados. Nach dieser Stärkung gingen einige von uns zu der nahe, auf einem Hügel gelegenen kleinen Kapelle.

Doch noch war der Tag nicht zu Ende. Weiter ging die Fahrt nach  Ploumanac’h zur Côte de Granit Rose (rosafarbene Granitküste). Interessante Felsformationen bilden ein Granitgebirge das vor etwa 300 Millionen Jahren entstanden war. Die Magmamasse,  die dabei nicht ganz bis zur Erdoberfläche vordrang, und deshalb nur langsam abkühlte und ein feines oder gröberes Korn bildete, gibt dem Granit seinen Namen.

Genug erlebt? Doch nicht heute! Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir noch einen Halt in Lannion, einer hübschen Kleinstadt am Léguer gelegen. Auf dem Fußweg  in die  Innenstadt kamen wir an einem Parkeingang vorbei. Meine Frau und ich entschieden kurzerhand, diesen Park näher zu erkunden und dem Trubel zu entkommen. Welche Überraschung, in dem verträumt liegenden Park, der garnicht so groß war, erwartete uns eine Pflanzenart die wir noch nie gesehen hatten. Riesige Blätter und ein Blütenstängel von erstaunlicher Größe. Nachdem wir den Ausgang zur Stadt erreicht hatten gingen wir gleich bei der nächsten Abzweigung zurück und nochmals durch den ganzen Park. Anschließend schlenderten wir noch entlang des Flusses, bis uns Jürgen wieder einsammelt.

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