Bretagne – Teil VI und Schluss

* Algenschmaus *

Unter Wikipedia habe ich nachstehende Informationen gefunden:

Algen enthalten Kohlenhydrate und Proteine, die sich aber nur teilweise verdauen lassen. Dadurch und wegen ihres geringen Fettgehalts haben Algen nur einen geringen quantitativen Nährwert. Sie enthalten einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen. Aufgrund ihres teilweise sehr hohen Iodgehalts sollten Algen nur maßvoll verzehrt und bei Schilddrüsenüberfunktion gemieden werden. In Frankreich und Irland werden jeweils jährlich bis zu 1000 t der Meeresalgen verzehrt.

100 Gramm frischer Algen enthalten durchschnittlich:

Inhaltsstoff Gehalt
Wasse 90,5 g
Eiweiß 5,9 g
Kohlenhydrate 2,1 g
Fett 0,4 g
Iod 50,0 μg

Der Brennwert von 100 g Algen beträgt 153,3 kJ (36,5 kcal). Der oben angegebene Iodgehalt von 50,0 μg/100 g ist ein Mittelwert, der sich auf frische Algen bezieht.

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Der Morgen begann mit der Fahrt ans Meer, denn heute sollten Algen geerntet und zubereitet werden. Der größte Teil unserer Reisegesellschaft war oder wurde mit Gummistiefeln ausgerüstet auf den Meeresboden geschickt. Meine Frau und ich zogen es vor das Festland nicht zu verlassen und uns in der Gegend umzusehen.

Mit den gefüllten Algeneimern ging es dann zum Gemeindesaal, vor dem schon die Tische für das „Algentartar“ gerichtet waren. Jeder von uns bekam eine Schüssel mit Algen, eine Schere und Besteck. Zunächst wurden die Algen möglichst klein geschnitten, danach kamen noch verschiedene Zutaten hinzu: Artischocken, Thunfisch, Zitrone, Knoblauch (wenn gewünscht) und Olivenöl. Alles wurde gut gemischt und dann mit Baguette und einem Becher Wein verzehrt. (Bilder: drüberfahren = Bildtexten, anklicken = vergrößern)

Außerdem erhielten wir reichlich Informationen und Rezepte zu den Algen.

Ich war mehr als überrascht wie gut dies geschmeckt hat. Sowas könnte ich mir auch auf dem heimischen Tisch vorstellen. Leider gibt es bei uns jedoch keine frischen Algen und die getrockneten kommen zumeist aus Asien. In einem Geschäft in der Bretagne hatte ich eine Packung getrockneter Algen in der Hand. 30 g für € 5,80.

* Bootsfahrt *

Am Nachmittag fuhren wir nach Perros-Guirec um mit dem Boot zu den Sept Îles (Sieben Inseln), dem Natur- und Vogelschutzgebiet zu fahren.

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Zum Abschluss der Bootsfahrt führte die Route entlang der Rosen-Granit-Küste.

Unser Bus brachte uns danach zurück zum Hotel, wo wir das Vergnügen hatten einem bretonischen Dudelsackspieler zuzuhören, der für eine Veranstaltung probte.

Einspielen im Garten

* Normandie *

Das Ende unseres Aufenthaltes in Frankreich führte uns über Caen nach Longues-Sur-Mer und Cabourg. Nicht jedoch, ohne vorher bei den Landungsstränden der Alliierten einen Halt zu machen. und anschließend in Bayeux den mittelalterlichen Teppich zu besichtigen. Währen wir am Omaha Beach, wo im 2. Weltkrieg die amerikanischen Truppen landeten,  nur vorbeifuhren, haben wir in Longues-Sur-Mer  die deutschen Kanonenbunker und in Arromanches-Les-Bains die Reste des künstlichen Hafens Mulberry B der britischen, kanadischen und eine Gruppe französischen Truppen den Nachschub ermöglichte, gesehen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Musée de la Tapisserie. Hier wird der mittelalterliche Teppich von Bayeux ausgestellt. Dieser Teppich stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jhdt. und zeigt in Stickarbeit, auf einem Tuchstreifen von fast 70 m Länge, die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm der Eroberer (1027/28-bis 1087), der als König Wilhelm I. das Königreich England regierte. Dieses Bildmonument hält jedem Vergleich mit heutigen Comics stand. Dank der vielen Besucher, die im Zeittakt der Ohrhörer am Teppich entlang geführt wurden, gelang es mir unbemerkt einige Bilder zu machen.

Von hier brachten wir unsere hilfreiche, herzliche, wissensreiche Reiseleiterin Beate zum Bahnhof von Caen, wo sie die Rückreise zu ihrer Heimat in der Bretagne antrat. Unser Bus fuhr dann weiter zu unserem Hotel.

Am Abend kamen wir in unserem letzten Hotel in Cabourg an, das direkt bei einer Pferderennbahn gelegen ist. Leider fanden an diesem Abend keine Rennen statt.

Früh am nächsten Morgen wurden wir dann von Jürgen, der wie immer phantastisch gefahren ist,  direkt nach Hause gebracht, wo wir am späteren Nachmittag ankamen. Die folgenden Bilder sind ein Blick zurück auf unserer Heimfahrt über den großartigen Brückenbau des Pont de Normandie über die Seine.

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Ganz zum Schluss möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern noch entschuldigen, dass meine Bretagne-Berichte evtl. zu lang bzw. zu viele waren. Ich war von der Reise und der Bretagne, dem Gesehenen und Erlebten (auch dem Essen) jedoch so begeistert, dass ich mit weniger nicht auskam.