Ausflug

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Unser Mitbewohner, Norbert Weis, hatte wieder eine sehr schöne Fahrt, diesmal nach Boppard, herausgesucht und organisiert. Und so ging es, am letzten Mittwoch im August, mit dem Bus, von 28 Plätzen waren 25 besetzt, den Rhein hinauf in das schöne Städtchen, das im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal liegt. Boppard war schon in der Steinzeit besiedelt. Auch eine keltische Siedlung dürfte vorhanden gewesen sein, denn der Name „Baudobriga“ ist keltischen Ursprungs, wurde jedoch von den Römern bei der Gründung ihres „Vicus“ übernommen. Im Mittelalter war Boppard sogar Reichsstadt und wurde von den Königen besucht.

Vorgesehen in Boppard war die Besichtigung der St. Severus-Kirche und eine Fahrt mit der Sesselbahn (oder Taxi) hinauf zum Hirschkopf. Aufgrund der Wetterlage wurde das Programm umgedreht und die Sesselbahnfahrt vorgezogen. Auf einer Länge von fast 1000 m überwindet die Bahn eine Höhe von 240 m. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und bietet grandiose Ausblicke in die Landschaft des Mittelrheintales. Nahe der Bergstation liegt das Gedeonseck. Dieser Name geht auf einen Heimatdichter zurück. Der von 1833 bis 1888 amtierende Pfarrer der St. Severus-Kirche, Johann Baptist Berger, trat unter dem Dichternamen „Gedeon von der Heide“ auf. Oft kam er bei seinen Ausritten an diesen Ort, um sich hier inspirieren zu lassen. An diesem Eck befindet sich auch das gleichnamige Ausflugslokal, in dem wir uns an Kaffee und Kuchen gütlich getan, und der Aussicht erfreut haben.

Hinauf zum Hirschkopf

Blick vom Gedeonseck

Blick ins Mühltal

Blick auf Rhein und Filsen

Rädertransport

Blick auf Filsen

Blick ins Mittelrheintal

Am Gedeonseck. Der Dichter-Pfarrer beim Ausritt

Die Rheinschleife vom Gedeonseck aus

Zur Talstation

Umleitungen und Einbahnstraßen führten dann zu einer längeren Suchfahrt zu einem Parkplatz in relativer Nähe zur St. Severus-Kirche. Als dieser endlich gefunden war konnten wir uns auf eine kleinere Tour durch Boppard und, so gewollt, zur Besichtigung der Kirche aufmachen.

St. Severus-Kirche

Die Römerburg, einst Turm des römischen Kastells

Fachwerkhaus aus dem 16. Jhdt.

Skulptur von Jutta Reiss – Schnuggelelsje

Auf den Turmrest aus dem 13. Jhdt. wurde die Kanzel, früher am Rhein stehend, gesetzt

Nach etwa einer Stunde Aufenthalt ging die Fahrt entlang des Rheins, bis Koblenz, zurück. Ein schöner Ausflugsnachmittag war vorüber, und die Reisegesellschaft löste sich auf, aber nicht, ohne dem Organisator des ganzen, den gebührenden Dank ausgesprochen zu haben.