Sterben im Augustinum

Trauer

Das Alter ist ein höflicher Mann:

Einmal übers andre klopft er an;

Aber nun sagt niemand: Herein!

Und vor der Türe will er nicht sein.

Da klinkt er auf, tritt ein so schnell,

Und nun heißts, er sei ein grober Gesell.

Johann Wolfgang Goethe

Machen wir uns nichts vor, so schön es hier im Augustinum auch ist, wir befinden uns doch letztendlich im Wartesaal zum Friedhof oder Krematorium. Darum ist es auch unbedingt notwendig sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Da ist zunächst einmal das Testament. Wenn mensch will, dass sich seine Familie so richtig zerstreitet, dann macht er am besten gar nichts. Das ist aber nicht unbedingt die Lösung. Am schönsten ist sowieso das Geben mit warmer Hand. Mensch sollte sich auch nicht scheuen sein Testament umzuarbeiten wenn ihm danach ist. Er muss nur beachten, dass sein Testament mit eigener Hand geschrieben ist und Ort, Datum nebst eigenhändiger Unterschrift enthält.

Noch wichtiger ist es, mittels einer Patientenverfügung und einer Betreuungsvollmacht, rechtzeitig dafür zu sorgen, dass mensch so behandelt wird wie er sich das selbst wünscht und bei eigener Entscheidungsmöglichkeit verlangen würde. Ist mensch in der Lage noch für sich selbst entscheiden zu können, ist es einfach. Er kann, so er das will, Tabletten absetzen, Nahrung verweigern oder Suizid begehen. Kann er jedoch, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr selbst entscheiden, dann sorgen nur die vorgenannten Verfügungen bzw. Vollmachten für die Umsetzung seines Willens.

Diese Dokumente, Vordrucke können beim Bewohnerservice angefordert werden, müssen jedoch gut sichtbar ausgelegt sein, oder ein, in jedem Raum gut sichtbar deponierter, Zettel darauf hinweisen.

Ist der allerletzte Lebensabschnitt erreicht, so ist eine Betreuung in der eigenen Wohnung, dank mobiler Pflegeleistung im Hause möglich. Darüber hinaus kann die Palliative Betreuung durch Hospiz-Mitarbeiter angefordert werden. Auch seelsorgerisch besteht keine Notlage, da beide Konfessionen  hier vertreten sind.

Aber vor dem Tod steht das Leben und das wollen wir so lange genießen wie nur möglich.

 

 

1 Gedanke zu “Sterben im Augustinum”

  1. Jeder Tag ist ein wunderbares Geschenk.
    So wie auch das wunderbare und einmalige Leben selbst.
    Kostbar und einmalig.

    Gefällt 1 Person

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